Daniel Camargo wurde in Sorocaba, Brasilien, geboren. Er erhielt seinen ersten Ballettunterricht an einer privaten Schule und besuchte von 2000 bis 2005 die Tanzschule des Teatro Guiara in Curitiba, Brasilien. Im Jahr 2005 entdeckte Tadeusz Matacz, Direktor der John Cranko Schule, Daniel Camargo beim Ballettwettbewerb Youth America Grand Prix und lud ihn ein, seine Ausbildung in Stuttgart fortzusetzen. Von 2005 bis 2009 studierte Daniel Camargo an der John Cranko Schule, u.a. bei dem weltberühmten Tanzpädagogen Petr Pestov, der ehemals Lehrer an der Bolshoi Ballettschule in Moskau war. Daniel Camargo schloss seine Ausbildung im Juli 2009 ab und tanzte bei der Schuljahresabschlussvorstellung das technisch und darstellerisch extrem anspruchsvolle Solo Notations I – IV, welches Uwe Scholz 1996 einst für Vladimir Malakhov kreierte.
In der Spielzeit 2009/10 wurde Daniel Camargo direkt ins Corps de ballet des Stuttgarter Balletts aufgenommen. Zum Halbsolisten wurde er in der Spielzeit 2011/12 befördert. Nach seinem fulminanten Debüt als Basilio in Maximiliano Guerras Don Quijote wurde er zu Beginn der Spielzeit 2012/13 zum Solisten ernannt.
In der Spielzeit 2010/11 gewann er den „Deutschen Tanzpreis Zukunft“. Im Jahr 2011 nahm er am 9. internationalen Wettbewerb um den Erik Bruhn Preis teil und gewann mit seiner Partnerin Elisa Badenes den Publikumspreis. Sie tanzten dort den Pas des deux aus dem 3. Akt aus Don Quixote (Marius Petipa) sowie den Pas de deux Little Monsters, den Demis Volpi eigens für diese Gelegenheit choreographierte.
Für die Jungen Choreographen der Noverre Gesellschaft schuf er erstmals 2013 eine eigene Choreographie. Do outro lado wurde von Nicholas Jones und Robert Robinson im Januar 2013 uraufgeführt.
REPERTOIRE
Tragende Rollen und Solorollen beim Stuttgarter Ballett- Big Blur (Demis Volpi)
- Dances at a Gathering (Jerome Robbins): Rolle in Ziegelrot
- Das Fräulein von S. (Christian Spuck): Ludwig XIV., König von Frankreich
- Der Widerspenstigen Zähmung (John Cranko): Petrucchios Diener, Pas de six
- Diana und Aktäon-Pas de deux (Agrippina Waganova)
- Die Kameliendame (John Neumeier): Graf N
- Don Quijote (Maximiliano Guerra): Basilio, Prinz der Zigeuner
- Gaîté Parisienne (Maurice Béjart): Bim
- Giselle (Inszenierung: Reid Anderson, Valentina Savina): Bauern-Pas de deux
- Il Concertone (Mauro Bigonzetti)
- La Sylphide (Peter Schaufuss nach August Bournonville): Gurn, Pas de huit
- Onegin (John Cranko): Lenski
- Orphée et Euridice (Regie, Choreographie: Christian Spuck): einer der Amorbegleiter
- RED in 3. (Jorma Elo)
- Romeo und Julia (John Cranko): Benvolio
- Schwanensee (John Cranko): Freund des Prinzen
- Slice to Sharp (Jorma Elo)
- Ssss... (Edward Clug)
- Vergessenes Land (Jiří Kylián): Paar in Rot
Eigens für ihn kreierte Rollen - Das Fräulein von S. (Christian Spuck)
- Il Concertone (Mauro Bigonzetti)
- Letters of Others (Bridget Breiner)
- Little Monsters (Demis Volpi)
- Orlando (Marco Goecke)
- RED in 3. (Jorma Elo)
- Yantra (Wayne McGregor)
Eigens für ihn kreierte Rollen bei Noverre-Gesellschaft: Junge Choreographen - Blender (Katarzyna Kozielska)
- Meridian (David Moore)
Corps de ballet-Rollen beim Stuttgarter Ballett- Bolero (Maurice Béjart)
- Das Lied von der Erde (Kenneth MacMillan)
- Die Kameliendame (John Neumeier)
- Dornröschen (Márcia Haydée nach Marius Petipa)
- Frank Bridge Variations (Hans van Manen)
- Giselle (Inszenierung: Reid Anderson, Valentina Savina)
- Initialen R.B.M.E. (John Cranko)
- La fille mal gardée (Sir Frederick Ashton)
- Leonce und Lena (Christian Spuck)
- Onegin (John Cranko)
- Opus 1 (John Cranko)
- Requiem (Kenneth MacMillan)
- Romeo und Julia (John Cranko): Faschingstanz
- Schwanensee (John Cranko)
- Siebte Sinfonie (Uwe Scholz)
- The Lady and the Fool (John Cranko)
Rollen als Schüler der John Cranko Schule - Notations I-IV (Uwe Scholz)
EIGENE CHOREOGRAPHIEN
- Do outro lado Uraufführung bei Noverre-Gesellschaft: Junge Choreographen am 18. Januar 2013, Stuttgarter Ballett