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Stuttgarter Ballett, Foto: Grafik: Discodoener
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GRÜßE IN DIE HEIMAT UND BERICHTEN VON IHREN ERLEBNISSEN UNTERWEGS.

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ARCHIV

32 DRESDEN (DEMIS VOLPI) // 31 KAMMERTHEATER (MATTHIAS KIPP) // 30 LONDON (MARIJN RADEMAKER) // 29 SHANGHAI (FRIEDEMANN VOGEL) // 28 MOSKAU (EVAN MCKIE) // 27 PROJEKTRAUM LOTTE (LOUIS STIENS) // 26 NEW YORK (KATARZYNA KOZIELSKA) // 25 MOSKAU (FRÄNZI GÜNTHER) // 24 LONDON (JASON REILLY) // 23 DUBAI (ALICIA AMATRIAIN / DAVID MOORE) // 22 TORONTO (EVAN MCKIE) // 21 BERLIN (JASON REILLY) // 20 MELBOURNE (ELISA BADENES / DANIEL CAMARGO) // 19 STOCKHOLM (FRIEDEMANN VOGEL) // 18 NEW YORK (JASON REILLY) // 17 TOKYO (EVAN MCKIE) // 16 ROM (FRIEDEMANN VOGEL) // 15 TOKYO (AMI MORITA) // 14 VERONA (JASON REILLY) // 13 SANTIAGO DE CHILE (ANNA OSADCENKO) // 12 STUTTGART (EGON MADSEN) // 11 STUTTGART (EDWARD CLUG) // 10 STUTTGART (MAURO BIGONZETTI) // 9 LAUSANNE (SUE JIN KANG) // 8 PEKING (MARIA EICHWALD) // 7 STUTTGART (POLINA SEMIONOVA) // 6 AMSTERDAM (MARIJN RADEMAKER) // 5 PARIS (EVAN MCKIE) // 4 SEOUL (EVAN MCKIE) // 3 NEW YORK (DEMIS VOLPI) // 2 MAILAND (FRIEDEMANN VOGEL) // 1 PERTH (FILIP BARANKIEWICZ)

EMAIL AUS ... DRESDEN (DEMIS VOLPI)

Stuttgarter Ballett, Foto: Sebastian Terfloth
Semperoper bei Nacht
Liebes Stuttgarter Publikum,

Ich bin seit Samstagabend mit der kanadischen National Ballet School in Dresden bei der Tanzbiennale. Gastgeber ist die Palucca Hochschule für Tanz! Es ist wirklich erstaunlich wie viele außergewöhnliche Künstler vor Ort sind, um den jungen Tänzern durch Workshops und Symposien ihr Wissen und Können weiterzugeben.

Gestern Abend waren wir bei dem William Forsythe Ballettabend beim Ballett der Semperoper. Vor allem vom zeitlosen Enemy in the Figure waren wir begeistert! Und die Schüler waren natürlich auch von dem Theater beeindruckt, in dem sie bald auch tanzen dürfen.

Ich freue mich vor allem darauf, dass morgen Ausschnitte aus meinem Stück für die National Ballet School auf der Bühne der legendären Semperoper vor so einem besonderen Publikum und von so speziellen Tänzern aufgeführt werden!

Nun mache ich mich auf dem Weg zur Probe und heute Abend treten schon die ersten Schulen auf. Drückt uns die Daumen für morgen Abend!

Liebe Grüße aus dem sonnigen Dresden
Euer Demis

EMAIL AUS ... DEM KAMMERTHEATER (MATTHIAS KIPP)

Stuttgarter Ballett
Demis Volpi, Damiano Pettenella und Hyo-Jung
Kang bei den Proben zu Aftermath
Ein herzliches Hallo aus dem Kammertheater an Fans vom BLICK HINTER DIE KULISSEN des Stuttgarter Balletts.
 
Vier sehr schöne, abwechslungsreiche BLICK-Abende hatten wir diese Woche schon, mit dem stellvertretenden Intendanten Tamas Detrich, mit Produktionsleiter und Ballettmeister Krzysztof Nowogrodzki, mit Hauschoreograph Demis Volpi, Choreograph Edward Clug und mit vielen, vielen Tänzern der Stuttgarter Ballett-Compagnie.
 
Die wunderbare, gemütliche und entspannte Atmosphäre, die unsere Kammertheater-Kollegen unter Leitung von Bühneninspektor Benno Brösicke da jedes Jahr aufs Neue ins Kammertheater zaubern, das riesige Interesse unserer Zuschauer (die Veranstaltungen sind immer schnell ausverkauft, es gibt aber fast immer noch Restkarten an der Abendkasse) und die fast schon selbstlose Bereitschaft der Tänzer, nach Feierabend nicht im Ballettsaal, sondern vor unserem Publikum live zu proben ist wirklich großartig.
 
Die Zusammenarbeit mit den Kollegen des Kammertheaters, die uns in jeglicher Hinsicht mit absoluter Professionalität, viel Kreativität, Improvisationstalent  und vor allem auch viel Liebe zur Sache unterstützen, ist zudem ein Traum! So intensiv alle sich auf ihren BLICK-Abend vorbereiten, es bleibt immer eine Restportion Improvisation dabei.
 
Aber wie wunderbar ist es dann, am Abend mitzuerleben, wie alle Fäden zusammenlaufen, wie wir so viel Neues zu sehen und hören bekommen über Ballett und Tanz, über die Tänzer der Compagnie und manchmal auch über die Werkstätten unseres Hauses. Wie somit die lange Tradition des BLICK HINTER DIE KULISSEN fortgeschrieben wird, ist eine schöne Erfahrung!
 
Wir sehen uns sicherlich bei der einen oder anderen Veranstaltung.
Herzliche Grüße
 
Matthias Kipp
 
(13.02.14)

EMAIL AUS ... LONDON (MARIJN RADEMAKER)

Stuttgarter Ballett
Dan Gillespie Sells, Marijn Rademaker, Edward Watson,
Javier de Frutos im Studio
Hallo liebe Freunde in Stuttgart!

Ich schreibe euch aus der Kantine des Royal Opera House, wo ich gerade aus dem Training mit dem Royal Ballet komme. Ich arbeite hier in London an meinem Part für die Veranstaltung Men in Motion, die am 30. Januar im Coliseum Premiere hat. Es ist das gleiche Theater, in dem das Stuttgarter Ballett vor Jahren Romeo und Julia getanzt hat. Ich erinnere mich immer noch, wie ich dort Romeo getanzt habe :) Aus Planungs- und Platzgründen probe ich manchmal auch im Sadler’s Wells. Das ist das Theater, wo das Stuttgarter Ballett gerade erst Der Widerspenstigen Zähmung und das Gala-Programm getanzt hat, deshalb habe ich auch hieran sehr schöne Erinnerungen!

Bei Men in Motion werde ich eines meiner Lieblingsstücke, Äffi von Marco Goecke, tanzen und ein neues Pas de deux mit dem Ersten Solisten des Royal Ballet, Edward Watson. Für mich ist es eine große Ehre, mit ihm zu tanzen, denn er ist einer der wirklich großartigsten englischen Tänzer unserer Zeit. Ich bin am 23. Januar hier angekommen, also haben wir wirklich nur eine Woche Zeit, dieses Pas de deux zu lernen! Choreographiert wird es von Javier de Frutos, ein Choreograph, der schon seit Langem in London ist. Er kreiert Ballette und führt hier in London auch Regie bei Musicals. Er hat sogar einen Olivier Award für seine Inszenierung von Cabaret gewonnen. Es ist toll, mit ihm zu arbeiten und obwohl wir nicht sehr viel Zeit haben, macht es viel Spaß und es gibt auch viel zu lachen.

Was noch dazu kommt, ist, dass Dan Gillespie Sells uns bei diesem Stück begleiten und drei Stücke live auf der Bühne singen wird. Er ist der Frontmann der berühmten englischen Pop Band The Feeling. Er ist ein toller Typ und er hat eine Wahnsinns-Stimme, es wird also etwas ganz Besonderes, zu seinem Gesang zu tanzen. Ich finde es toll, hier in London etwas ganz Neues zu kreieren und mit diesen drei wunderbaren Künstlern zusammenzuarbeiten. Ich glaube, es wird ein sehr berührendes Pas de deux. Ich hoffe, ihr alle werdet es irgendwann sehen können!

Alles Gute und (obwohl es hier toll ist) ich kann es gar nicht mehr abwarten bald wieder zurück zu sein!
Euer Marijn

(29.01.2014)

EMAIL AUS ... SHANGHAI (FRIEDEMANN VOGEL)

Stuttgarter Ballett, Foto: Anne Bichsel
Friedemann Vogel, Oscar Chacon
in Maurice Béjarts Lieder eines
Fahrenden Gesellen, Foto: Anne Bichsel
Hallo ihr alle,

gerade bin ich in Shanghai angekommen, wohin mich das Béjart Ballet Lausanne eingeladen hat, um an ihrer Tour teilzunehmen.

Nach meiner Ankunft bin ich direkt zum Theater gefahren, um für unsere Vorstellung morgen zu proben.
Das Shanghai Arts Festival präsentiert einen Mahler-Abend von Béjart, bei dem ich mit Oscar Chacon Lieder eines fahrenden Gesellen tanzen werde.

Ich freue mich schon sehr, diesen großartigen Pas de Deux wieder zu tanzen und natürlich darauf, dass wir ihn auch bald in Stuttgart im Programm haben.

Bis bald,
liebe Grüße,
Friedemann


(14.11.2013)



EMAIL AUS ... MOSKAU (EVAN MCKIE)

Stuttgarter Ballett, Foto: Stuttgarter Ballett
Evan McKie (Onegin) und Alicia Amatriain (Tatjana)
in John Crankos Onegin
Mit großer Freunde darf ich euch, lieben Stuttgartern, eine Email nach Hause schreiben.

Zusammen mit Alicia, Anna, Friedemann und Nicolai komme ich gerade von der Bühne, wo wir Crankos absoluten Stuttgarter Klassiker ONEGIN mit dem Bolschoi Ballett getanzt haben. Es war ein einzigartiges Gefühl, Puschkins berühmten literarischen Anti-Helden hier in Russland zu tanzen, wo jeder im Zuschauerraum mit diesem tragisch-romantischen Versepos aufgewachsen ist.

Die Compagnie hat uns herzlich aufgenommen und sie waren sehr neugierig darauf, wie eine Truppe aus Stuttgarter sich den Schritten annähert. Glücklicherweise hatten wir mit Tamas Detrich einen großartigen Onegin aus einer anderen Ära dabei. Es war großartig, dass er für uns und die Compagnie am Samstag die Probe vor der Vorstellung leiten konnte. Der Dirigent hatte noch nie eine Onegin Vorstellung dirigiert und wir wollten sichergehen, dass wir wirklich das meiste aus dem kraftvoll klingenden Bolschoi Orchester herausholen konnten. Die Bühne ist natürlich “Bolshoi”, was, wie wir alles wissen, “groß” bedeutet, obwohl sie natürlich eigentlich gigantisch ist. Manchmal hat es sich angefühlt, als wären wir wirklich in einer russischen Landschaft oder in einem riesigen St. Petersburger Ballsaal.

Es war wirklich eine besondere Erfahrung, und wir fanden es angebracht, das Ganze anschließend in Moskaus berühmtem Café Puschkin zu feiern. Alicia, Anna, Friedemann und ich sind alle in der Cranko Schule groß geworden und haben dieses Ballett natürlich alle irgendwann in unserer Tänzer-Ausbildung kennengelernt (und Nicolai hat die Geschichte gelesen, während er hier  in Russland aufgewachsen ist), also könnt ihr euch vorstellen, dass keiner von uns jemals erwartet hätte, unsere individuellen Rollen in diesem besonderen Theater zu tanzen, das so ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte ist.

Nichtsdestotrotz bin ich sicher, dass jeder von uns gerade bei diesem speziellen Ballett auch ein kleines bisschen unser Stuttgarter-Wunder Publikum vermisst hat.

Alles Liebe und Grüße von uns allen aus der russischen Hauptstadt.

Bis bald -

-Evan McKie with Alicia Amatriain, Anna Osadcenko, Friedeman Vogel, Nicolai Godunov and Tamas Detrich

(21.7.2013)


EMAIL AUS ... DEM PROJEKTRAUM LOTTE (LOUIS STIENS)

Stuttgarter Ballett, Foto: Martin Becker
Projektraum LOTTE an der Willy-Brand-Straße, Foto: Martin Becker
Liebes Stuttgarter Publikum, liebe Ballett-Fans, liebe Freunde!
 
Ich melde mich aus dem Projektraum LOTTE an der Willy-Brand-Straße, wo ich zusammen mit meinem Tänzerkollegen Robert Robinson seit einigen Monaten nun ein Projekt vorbereite, das uns sehr am Herzen liegt.
 
Der Projektraum LOTTE ist ein, von Akademie-Studenten zur Galerie umgestalteter Raum, der jungen Künstlern und solchen, die es werden wollen die Möglichkeit gibt, Ideen und Projekte zu realisieren, fern jeder Vorschrift oder Erwartung, nur der Idee an sich verpflichtet, aber ohne jegliche große finanzielle Stütze!
 
Auf unserem Weg nach Hause sind Robert und ich bereits letztes Jahr müde und ermattet von den Vorstellungen an diesem kleinen Zimmer mit zwei Fenstern vorbeigegangen und haben uns überlegt, wie wohl ein tanzender Körper in diesen brüchigen, kahlen und doch seltsam einladenden Wänden aussehen könnte. Ein Schaufenster, das ein Tänzer bewohnt und dem bei zufälligem Vorbeigehen dabei zugesehen werden kann, wie er von sich und seinem vergangenen/jetzigen/zukünftigen Leben erzählt. Das war meine spontane Idee, die dann bei den Betreibern der LOTTE auf Zuspruch und bereitwillige Unterstützung traf.
 
Jetzt habe ich noch zwei Wochen, um das von mir choreographierte Solo „Slam“ für Robert fertigzustellen. Die Architektin Christine Nasz und ihre Kollegin Stefanie Hunold haben mir eine zellenähnliche Bühne entworfen, die der Galerie ein neues Gesicht gibt. Eingesperrt in diesem schwebenden Gefängnis wird sich Robert den Raum zu Eigen machen. Das Publikum sieht ihm durch Glasscheiben dabei zu, wie er die Wände und Böden abtastet, auf der Suche nach einem Weg nach draußen und festzustellen muss, dass er sein Gefängnis, vielleicht  auch ein Sinnbild für den eigenen Körper, gar nicht mehr verlassen kann oder möchte.
Wir wünschen uns, eine spannende Erfahrung außerhalb des Theaters zu schaffen, die inmitten städtischen Lebens mit vorbeischlendernden Passanten, dem regen Autoverkehr, sowie der Baustelle des Hauptbahnhofs, Tanz, Choreographie und deren Entstehungsort noch einmal hinterfragt.
 
Wir hoffen so viele wie möglich von Ihnen, liebes Publikum, an der LOTTE zu treffen! Bitte drücken Sie uns die Daumen, dass wir es schaffen, unser doch waghalsiges Projekt in den nächsten Tagen auf die Beine zu stellen und überzeugen Sie sich von dem Resultat.
Wir freuen uns auf Sie!
 
>>SLAM<<
 
Louis Stiens und Robert Robinson!

(14.06.2013)

E-MAIL AUS... NEW YORK (KATARZYNA KOZIELSKA)

Stuttgarter Ballett
Probe zu "As Yet, Not Named" in New York
(Foto: privat)
Hallo an alle in Stuttgart!

Ich bin in New York und kreiere gerade ein neues Stück für Ballet Next. Die Uraufführung wird in der Brooklyn Academy of Music stattfinden, was für mich eine große Ehre ist. Ich arbeite hier mit wunderbaren Tänzern: Michele Wiles (sie war Erste Solistin des American Ballet Theatre), Georgina Pazcoguin (sie ist Solistin beim New York City Ballet), Kristie Latham und Jesus Pastor sowie Jens Weber (der in Monte Carlo getanzt hat). Außerdem arbeite ich noch mit Tiffany Mangulabnan und Abigail Simon, die in der zweiten Vorstellung tanzen werden.

Überhaupt ist alles hier schon jetzt eine großartige Erfahrung. Hier in New York passieren so viele Dinge – es ist total verrückt und ich sammle viele neue Ideen. Ich beginne sogar anders zu denken. Meine Bewegungen spiegeln wider, was ich hier jeden Tag erlebe (sogar für mich ist es verblüffend, wie sehr ich mich verändert habe).

Wie auch immer: Ich vermisse mein Zuhause (Stuttgart), meinen Mann, meine Tochter und natürlich meine zweite Familie – das Stuttgarter Ballett!

Obwohl ich tue, was ich liebe, stimmt es mich traurig, nicht bei der anstehenden Premiere von MEISTERWERKE dabei sein zu können. Ich bin mir sicher, dass es großartig wird!
Toi Toi Toi an alle!!!

Bis bald!
Katarzyna

(15.4.2013)

E-MAIL AUS... MOSKAU (FRÄNZI GÜNTHER)

Stuttgarter Ballett
Stefan Seyrich-Hofmeister, Fränzi Günther, Axel Schob
vor dem Bolshoi-Theater in Moskau (Foto: privat)
Ein herzliches Hallo aus dem total verschneiten Moskau!

Der Bühnenoberinspektor Axel Schob, der Beleuchtungsmeister Stefan Seyrich-Hofmeister und die Geschäftsführerin des Stuttgarter Balletts Fränzi Günther – wir drei sind zu einer Vorbesichtigung des legendären Bolschoi-Theaters nach Moskau gereist, da die Company im Mai diesen Jahres dort mit zwei Programmen auf zwei unterschiedlichen Bühnen des Bolschoi-Theaters gastieren wird.

Trotz gecancelten Flügen, dadurch kurzfristig entstandenen Umbuchungen, Verspätungen und einstündigem Kreisen über einem der drei Flughäfen in Moskau kamen wir gestern Abend glücklich im total verschneiten Moskau an. Selbst auf der vierspurigen Autobahn und im Stadtzentrum liegt eine komplett geschlossene Schneedecke von 10 bis 20 cm!! (Was die Autofahrer allerdings nicht davon abhält, trotzdem sehr zügig zu fahren – sie sind diese Straßenverhältnisse offensichtlich gewohnt!)

Heute nun ging es darum, den gesamten Gebäudekomplex der beiden Bühnen – die sogenannte „Traditional Stage“ und die sogenannte „New Stage“ - des Bolschoi-Theaters zu besichtigen, die technische Ausstattung der beiden Bühnen, sowie Garderobenräume, Ballettsäle und sonstige Einrichtungen im Theater kennen zu lernen. Mit diesen Informationen können wir die Tour besser vorbereiten, eine genaue Planung unseres Ablaufs und der Proben vor Ort erstellen und verstehen, welches technische Equipment für unser Gastspiel zur Verfügung steht - was muss adaptiert , was kann 1:1 umgesetzt werden und ganz wichtige Information: Wo ist eigentlich die Kantine!

Wir durften feststellen, dass wir in einem hervorragend ausgestatteten Theater auftreten dürfen – es gibt sogar mehrere Kantinen! Hätte man uns allerdings irgendwo in diesem Theater „ausgesetzt“, wären wir heute total verloren gewesen. Mit einem Tag Besichtigung konnten wir die unglaublichen Wege in diesem riesigen Gebäudekomplex mit oberirdischen und unterirdischen Verbindungsgängen zwischen den verschiedenen Bühnen und dem „administrativen“ Gebäude keineswegs erfassen. Zum Glück waren wir in sehr netter Begleitung einer Übersetzerin, Daria, ehemalige Mitarbeiterin des Bolschoi-Theaters, sowie unserer russischen Kollegen des Bolschoi-Theaters, die uns den ganzen Tag begleiteten und uns außerdem versicherten, dass uns im Mai genügend Hinweis-Schilder die Wege weisen würden – da waren wir doch sehr erleichtert!

Trotz des Schocks, der allen anzumerken war, aufgrund des gestern Nacht stattgefundenen Säure-Anschlags auf den Ballettdirektor des Bolschoi-Theaters, Sergey Filin, hatten unsere russischen Kollegen die Ruhe und Geduld, uns alles zu zeigen und sämtliche Fragen zu beantworten. Gerade vor diesem Hintergrund wissen wir die Professionalität des Bolschoi-Theaters und seiner Mitarbeiter noch mehr zu schätzen. Gemeinsam mit den russischen Kollegen wurde klar festgehalten: Davon lassen wir uns nicht abhalten – die Tour findet statt – jetzt erst recht! Nach diesem Tag heute und mit dem Wissen, dass es dann bestimmt wärmer sein wird und auch die Tage dann heller sind, freuen wir uns auf unsere Rückkehr im Mai!

Herzliche Grüße,
Fränzi Günther
(18.01.2013)

E-MAIL AUS... LONDON (JASON REILLY)

Stuttgarter Ballett
Jason Reilly und Alina Cojocaru in John Crankos Onegin (Copyright: Bill Cooper)
Hallo.

Nach einem Wirbel aus Vorbereitungen und Proben bereite ich mich jetzt auf meine erste Onegin-Vorstellung mit dem Royal Ballet vor. Meine Partnerin ist Alina Cojocaru und wir tanzen zum ersten Mal zusammen.

Natürlich habe ich großen Spaß, denn ich LIEBE es, mit verschiedenen Partnerinnen zu arbeiten, besonders wenn sie grandiose Tänzerinnen sind und wirklich hübsch! Nein, im Ernst, es ist großartig, mit Alina zu arbeiten und natürlich ist es toll, wieder im Royal Opera House in Covent Garden auf der Bühne zu stehen.

Bis bald wieder in Stuttgart und alles Liebe,
Jason 
(17.01.2013)


E-MAIL AUS... DUBAI (ALICIA AMATRIAIN UND DAVID MOORE)

Stuttgarter Ballett, Foto: privat
Alicia Amatriain und David Moore in Dubai (Foto: privat)
Hallo von Alicia und David aus Dubai.

Wir haben gerade unsere zweite Vorstellung von Romeo und Julia hinter uns gebracht und morgen ist schon unser letzter Abend. Es hat uns gut gefallen und unsere Kollegen hier haben toll getanzt. Das Wetter ist wie an einem schönen deutschen Sommertag und wir genießen das sehr.

Bis bald und viele liebe Grüße,
Alicia und David
(14.12.2012)








EMAIL AUS... TORONTO (EVAN MCKIE)

Stuttgarter Ballett, Foto: Stuttgarter Ballett
Evan McKie in Giselle, Copyright: Stuttgarter Ballett
Hallo.

Vor drei Jahren hatte ich das Vergnügen, die Rolle des Albrecht in Giselle zum ersten Mal zu tanzen. Als ich nach der John Cranko Schule zum Stuttgarter Ballett kam, bat ich Reid Anderson, mich eines Tages diese Rolle lernen zu lassen. Es war viel zu früh dafür, aber ich war so fasziniert von der unheimlichen Schönheit dieses Balletts, vor allem von dem romantischen Stil der Pas de deux und von der Idee des „Sich-zu-Tode-Tanzens“, die im zweiten Akt zum Tragen kommt, nachdem Albrecht Giselle betrogen hat. Schließlich war die Zeit reif und ich durfte die Rolle übernehmen, die seither eine meiner Lieblingsrollen geworden ist.

Diesen Monat bin ich an das Kanadische Nationalballett zurückgekehrt, um den Albrecht für ein nordamerikanisches Publikum zu tanzen. Ich wurde in Toronto geboren, darum ist es etwas ganz Besonderes für mich, hier für meine Landsleute aufzutreten – zum zweiten Mal seit letztem März. Dennoch spielt die Handlung von Giselle in Deutschland und die Fassung, die ich tanze, wurde von Sir Peter Wright für Stuttgart kreiert. Darum ist es schwer, nicht an unser schönes Theater am Schlossgarten zu denken, wenn ich die Schritte tanze.

Ich wünsche euch allen eine wunderschöne Weihnachtszeit und freue mich sehr darauf, bald wieder in Stuttgart für euch zu tanzen.

Euer Evan
(04.12.2012)

E-MAIL AUS... BERLIN (JASON REILLY)

Stuttgarter Ballett
Jason Reilly in Romeo und Julia, Copyright: Stuttgarter Ballett
Hallo, zusammen.

Ich bin gerade in Berlin angekommen, wo ich zwei Vorstellungen von John Crankos Romeo und Julia tanzen werde. Wirklich lustig ist, dass meine Julia von Shoko Nakamura getanzt wird, die früher auch beim Stuttgarter Ballett war. Und mein erbitterter Gegner Tybalt ist ebenfalls ein ehemaliger Kollege aus Stuttgart: Ibrahim Önal! Es ist also wie ein kleines Wiedersehen hier und natürlich liebe ich diese Rolle.

Diese beiden Vorstellungen in Berlin sind perfekt, um mich für meine Romeo-Vorstellungen nächstes Jahr in Stuttgart vorzubereiten.

Viele liebe Grüße aus der Hauptstadt,
euer Jason
(23.11.2012)






E-MAIL AUS … MELBOURNE (ELISA BADENES UND DANIEL CAMARGO)

Stuttgarter Ballett
Elisa Badenes und Daniel Camargo
proben Little Monsters,
Copyright: Sébastien Galtier
Hallo aus Down Under!

Wir sind glücklich in Melbourne gelandet, wo wir bei den Galas zum 50. Jubiläum des Australian Ballet tanzen werden. Eine aufregende Reise, erstens ist es für uns beide der erste Besuch in Melbourne, zweitens kommen zu diesem Jubiläum Stars von überall her - auch vom American Ballet Theatre, San Francisco Ballet, National Ballet of China und dem Tokyo Ballet reisen Tänzer an! Wir steuern zwei Stücke zum Programm bei, die wir beide sehr gern haben: Little Monsters ist ein moderner Pas de Deux, den Demis Volpi für uns choreographiert hat, als zweites tanzen wir den klassischen „Grand Pas de Deux“ aus Don Quijote.  Eigentlich kurze Stücke, aber ein anstrengenderes Programm hätten wir uns nun wirklich nicht aussuchen können – beide brauchen richtig viel Kraft und Konzentration… und beide machen wahnsinnig viel Spaß!
Am Mittwoch ist Premiere im Arts Centre Melbourne, und dann geht es weiter mit insgesamt fünf Shows in vier Tagen. Wir hoffen sehr, dass wir es neben den Proben und Auftritten trotzdem auch noch auf einen Abstecher zum Strand schaffen – es scheint nämlich jeden Tag die Sonne!

Viele fröhliche Grüße an alle daheim,
Elisa und Daniel
(29.10.2012)

E-MAIL AUS … STOCKHOLM (FRIEDEMANN VOGEL)

Stuttgarter Ballett
Friedemann Vogel in Marcia Haydées
Dornröschen, Foto: Stuttgarter Ballett



Hallo liebe Stuttgarter, liebe Freunde,

heute grüsse ich euch herzlich aus dem Königreich Schweden. Ich geniesse dieses Gastpiel ganz besonders, nicht nur weil ich zum ersten Mal hier bin, sondern auch weil ich hierher eingeladen wurde, um Marcias Dornröschen zu tanzen - ein Ballett, das ich sehr liebe und gut kenne (ebenso wie die Choreographin).

Nach intensiver Probenzeit mit der Company und der einmaligen Marcia freue ich mich auf die morgige Premiere im wunderschönen Opernhaus.

Ich umarme euch herzlich!
Bis bald,
Euer Friedemann
(25.10.2012)




E-MAIL AUS... NEW YORK (JASON REILLY)

Stuttgarter Ballett
The Joyce Theatre in New York
Hallo, zusammen!
Ich komme gerade in New York an, wohin ich mit dem „ballet next“ eingeladen bin, im Joyce Theater aufzutreten! Ich finde es einfach herrlich, hier zu sein, die Stadt ist so lebendig und ständig triffst Du coole und interessante Leute.
Außerdem garantieren sowohl das „ballet next“ als auch das Joyce für neue Horizonte, künsterlisch gesehen. Die noch junge Compagnie wurde von Michele Wiles und Charles Askegard gegründet, beide vom American Ballet Theatre bzw. New York City Ballet, und vor allem Michele und ich wollten schon seit Ewigkeiten zusammen arbeiten! Hier ist die Gelegenheit – nun stehen wir zusammen mit vier weiteren Tänzern in einer Uraufführung von Alison Cook Beatty,"Tintinnabuli", auf der Bühne.
Die Premiere ist am Mittwoch, und ich werde für noch drei Vorstellungen bis zum 28. Oktober hier sein. Wenn ich dann nach Hause komme, brauche ich eigentlich nicht mal meine Koffer auspacken, denn die Woche drauf geht es schon mit dem Stuttgarter Ballett nach China!
Ich habe also sehr schöne und sehr ereignisreiche Wochen vor mir. Vielleicht treffe ich ja den einen oder anderen von Euch unterwegs im Publikum…
Viele Grüße,
Euer Jason
(19.10.2012)

E-MAIL AUS... TOKYO (EVAN MCKIE)

Stuttgarter Ballett
Evan McKie in Onegin,
Foto: Michel Lidvac
KONICHIWA!
Ich bin zu Gast beim berühmten Tokyo Ballet, um eine meiner absoluten Lieblingsrollen zu tanzen: Evgeni Onegin. Tokyo ist ein wundervoller Ort für einen Tänzer - diese Stadt atmet auf eine ganz besondere Weise Kunst und Kultur.
Die Ballett-Fans hier sind begeistert, sehr bewandert, und sie bringen einzelnen Künstlern sehr viel und sehr offen ihre Liebe und Zuneigung entgegen.
Es war so toll, schon im Frühjahr auf Tournee mit dem Stuttgarter Ballett hier Siegfried in Crankos Schwanensee zu tanzen, und nun bin ich froh, so bald danach schon wieder hier auftreten zu dürfen - mit einem der "Signaturstücke" unserer Compagnie.
Es ist ein tolles Gefühl, diesen Compagnie-Geist im Rücken zu wissen, wenn ich in einem so großen Ballett in einer der Weltmetropolen auftrete. Ich bin in Stuttgart aufgewachsen und bin der Compagnie verbunden, seit ich 15 bin. Auf eine Weise komme also nicht nur ich als Person mit meinen eigenen Ideen als Gast nach Tokyo, sondern auch ein großes Stück Stuttgart.

Onegin ist eine Rolle, die ich nie zwei mal genau gleich tanzen könnte. Für einen Artikel im American Dance Magazine (“Turning into Tatiana” in the August 2012 issue), habe ich mich auf die Spuren verschiedener Ballerinas und ihrer jeweiligen Interpretation von Puschkins und Crankos Tatiana begeben. Letztlich ist es das, was das Leben auf der Bühne so aufregend macht: Ich weiß nie vorher, wie sich die Chemie entwickeln wird, und wohin die Reise geht... besonders wenn ich mit einer neuen Partnerin tanze.
Onegin ist sicherlich eine der großen dramatischen Rollen, die die Ballettwelt zu bieten hat, und sie mit Künstlern verschiedener tänzerischer und kultureller Hintergründe zu tanzen ist eine faszinierende Erfahrung.

Ich hoffe, Ihr zu Hause beim Stuttgarter Ballett habt alle eine tolle Zeit mit Don Quijote, ich wünsche Euch eine tolle und erfüllende Premiere!
Euer Evan
(20.09.2012)

E-MAIL AUS... ROM (FRIEDEMANN VOGEL)

Stuttgarter Ballett, Foto: Silvia Lelli
Svetlana Zakharova und Friedemann Vogel
in "Giselle", Copyright: Silvia Lelli



Liebe Stuttgarter Ballett-Freunde,
 
derzeit bin ich in Rom und tanze Giselle (in der Choreographie von Patrice Bart) mit dem Ballett der Römischen Oper - unter freiem Himmel an den Caracalla Thermen! Meine Partnerin ist Svetlana Zakharova, eine Erste Solistin des Bolschoi Balletts. Dies ist das erste Mal, dass wir zusammen tanzen und es ist sehr, sehr schön mit Ihr! Sowieso ist es traumhaft, im Mondschein Giselle zu tanzen, vor allem den zweiten Akt mit seinen gespenstischen Willis.
 
Ich schwelge also hier in Rom noch einige Tage in Romantik, aber danach freue mich auf meine Rückkehr nach Stuttgart und meine Auftritte als Lenski in Crankos Onegin, eine meiner Lieblingsrollen.
 
Arrivederci!
Euer Friedemann
(3.07.2012)





E-MAIL AUS... TOKYO (AMI MORITA)

Stuttgarter Ballett
Ami Morita, kurze Pause beim Tokyo Ballet
Foto: Stuttgarter Ballett


Hallo, Deutschland,

hier kommen viele Grüße aus Tokyo! Es ist so wundervoll für mich, mit dem Stuttgarter Ballett in meinem Heimatland Japan zu tanzen. Am tollsten für mich persönlich ist, dass meine Familie mich auf der Bühne als "großer Schwan" in Schwanensee sehen kann - das geht in Stuttgart natürlich nicht so oft. Es ist einfach ein ganz tolles Gefühl, hier zu sein!

Aber auf ein Wiedersehen mit den Freunden und Fans in Stuttgart freue ich mich auch schon. Erstmal setzen wir unsere Reise noch ein bisschen fort, nach Nishinomiya, Otsu und dann nach Seoul.

Viele liebe Grüße und bis bald,
Ami
(3.06.2012)


E-MAIL AUS... VERONA (JASON REILLY)

Stuttgarter Ballett
Foto: Yuniesca Sanchez und Jason Reilly
in den Proben, Courtesy of  Arena die Verona
Hallo, alle!

Diese Woche verbringe  ich im schönen Verona. Das Ballett der Arena di Verona hat mich eingeladen, hier die Premiere und vier weitere Vorstellungen von Mario Piazzas „Der wunderbare Mandarin“ zu tanzen. Ich komme schon zum dritten Mal hierher, und es ist immer wieder schön – die Compagnie ist klein im Vergleich zum Stuttgarter Ballett, aber sehr gut, alle sind sehr freundlich zu mir, und im Theater und in der ganzen Stadt herrscht eine ganz besondere Atmosphäre.

Vom 11. bis zum 14. April geben meine Partnerin Yuniesca Sanchez und ich Vorstellungen im Teatro Filarmonico di Verona. Yuniesca ist nicht nur eine wunderbare Tänzerin, sondern außerdem ein bekannter Fernsehstar hier in Italien – ich darf sie also wohl auf gar keinen Fall fallen lassen, wenn ich nicht schrecklichen Ärger mit dem Publikum bekommen will ...

Der Choreograph Mario Piazza (er ist Kanadier, wie ich!) ist weltbekannt für seine zeitgenössischen Kreationen im Ballett, aber auch Theater und Oper. Für den neuen Ballettabend hier in Verona hat er zeitgenössische Versionen von zwei bedeutenden historischen Balletten kreiert: “Pulcinella” und “Der wunderbare Mandarin“. Es ist spannend, mit ihm zusammen zu arbeiten, er ist ein interessanter Künstler, und außerdem hat er ein ganz schönes Tempo drauf: Ein langes Solo für mich als „Mandarin“ haben wir in nur einem Tag erarbeitet!

Die Choreographie ist fertig, nun bleibt Zeit für Training und Proben. Das Ballett ist eine echte Herausforderung, auch körperlich, es ist ein sehr kraftvolles Ballett! Aber ein bisschen Zeit bleibt zum Glück trotzdem, um in der Stadt herum zu spazieren – es ist einfach wunderschön hier! Trotzdem freue ich mich auf zu Hause und darauf, einige Tage in Stuttgart zu verbringen, bevor es wieder Koffer packen heißt: Das ganze Stuttgarter Ballett geht auf Tournee nach Japan und Korea!

Viele liebe Grüße an Euch alle, und Arrivederci!
Euer Jason
(10.05.2012)

E-MAIL AUS... SANTIAGO DE CHILE (ANNA OSADCENKO)

Stuttgarter Ballett, Foto: Ballet de Santiago
Anna Osadcenko als Nikiya in "La Bayadera"
Hallo, miteinander,

ich schicke Euch viele liebe Grüße aus Chile! Marcia Haydée hat mich eingeladen, mit ihrer Compagnie, dem Ballet de Santiago, „La Bayadera“ zu tanzen, und ich bin unglaublich froh, dabei sein zu können! Alle hier sind sehr nett und warmherzig, und ich genieße jeden Moment. Es ist spannend, als Gast mit einer neuen Compagnie zu arbeiten – vor allem, weil mir niemand das Gefühl gibt, eine Fremde zu sein.
 
Das Ballett „La Bayadere“ ist wunderschön, und solange ich denken kann, habe ich davon geträumt, einmal die Nikiya zu tanzen. Ich kann also gar nicht sagen, wie dankbar ich Marcia dafür bin, dass sie diesen Traum für mich wahr werden lässt. Mein Partner beim Ballet de Santiago ist Luis Ortigoza, ein Erster Solist aus Argentinien, der diese Version von „La Bayadere“ nach Marius Petipa für die Compagnie choreographiert hat. Ich habe wirklich Glück: Er ist nämlich ein fabelhafter Tänzer und außerdem ein sehr netter Mensch.
 
Ich werde wohl ziemlich beschäftigt sein mit Training und Proben, aber ich hoffe, dass ein klein wenig Zeit bleibt, um in Santiago de Chile herum zu spazieren. Die Stadt ist wunderschön mit ihren vielen Blumen und Parks und den Märkten und alten Gebäuden, und jeden Tag scheint die Sonne!
Luis und ich geben Vorstellungen im Teatro Municipal de Santiago vom 18. – 21. April, also drückt alle die Daumen!
 
Viele liebe Grüße aus Chile,
Eure  Anna
(13.04.2012)

E-MAIL AUS... STUTTGART (EGON MADSEN)

Stuttgarter Ballett, Foto: Regina Brocke
Egon Madsen bei den Proben zu "La Sylphide"
Hallo, zusammen,
 
hier sende ich Euch allen viele Grüße aus dem Ballettsaal in Stuttgart, wo ich diese Woche einen ganz besonderen Auftritt vorbereite: Mein Rollendebüt in La Sylphide! Ich habe in über vier Jahrzehnten auf der Bühne eine Menge Rollen getanzt - beim Stuttgarter Ballett, beim Nederlands Dans Theater III, bei Gauthier Dance, und an vielen anderen Häusern - aber dass ich noch einmal die alte Wahrsagerin „Madge“ geben würde, das hätte ich mir nie träumen lassen!
 
Meine neue Rolle ist für mich sehr besonders. Ich habe meine Tanzkarriere ja am Pantomimentheater in Kopenhagen begonnen, und die Rolle der alten Wahrsagerin Madge in diesem romantischen Ballett verlangt ganz viel Pantomime. Außerdem ist es für mich als Däne wunderbar, in einer so durch und durch dänischen Produktion mitzuwirken – „La Sylphide“ wurde über Jahrhunderte am Königlich Dänischen Ballett getanzt und so am Leben gehalten, und die Musik ist auch von einem dänischen Komponisten. Es ist ein kleines bisschen wie eine Heimkehr, in mehrerlei Hinsicht. Mal abgesehen von der tieferen Bedeutung habe ich einen riesigen Spaß an der Rolle, sie ist sehr kraftvoll, sehr ausdruckstark – und am Ende der Geschichte gewinnt die Hexe Madge auch noch!
 
Ich freue mich drauf, endlich wieder vor meinem lieben Stuttgarter Publikum auf der Bühne zu stehen!
 
Viele Grüße,
Euer Egon
(3.04.2012)

E-MAIL AUS... STUTTGART (EDWARD CLUG)

Stuttgarter Ballett, Foto: Ulrich Beuttenmüller
Edward Clug bei den Proben
zu Ssss... mit Hyo-Jung Kang
Dear dancerSsss...

Thank you for making my thoughts move, you are my beautiful moving thinkers!

Yours,
Edward
(25.03.2012)








E-MAIL AUS... STUTTGART (MAURO BIGONZETTI)

Stuttgarter Ballett, Foto: Ulrich Beuttenmüller
Mauro Bigonzetti während der Proben
beim Stuttgarter Ballett,
mit Rolando D'Alesio
Hallo, zusammen!
hier sende ich viele herzliche Grüße aus Stuttgart, wo ich mit dem Stuttgarter Ballett an einem neuen Stück arbeite. „Il Concertone“ wird am 23. März beim Ballettabend Körpersprache³ uraufgeführt.

Jedes Mal, wenn ich beim Stuttgarter Ballett arbeite, fühle ich mich zu Hause. Ich spüre die Tänzer, als hätte ich schon immer mit ihnen gearbeitet, und fühle, dass sie mir und meiner Art zu arbeiten mit absoluter Selbstverständlichkeit folgen können – und ihre Neugier, die ist außergewöhnlich!
Genau so, wie ich mir in den Ballettstudios heimisch fühle, ist es auch ein vertrautes Gefühl, wieder mal für einige Zeit ein Appartement im guten alten Stuttgart zu beziehen.
 
All das zusammen macht meine Zeit hier zu einem wunderbaren Erlebnis, und ich hoffe, dass Ihr am Ende genau so viel Spaß an dem neuen Ballett haben werdet wie wir!
 
Viele Grüße,
Mauro Bigonzetti
(9.03.2012)

E-MAIL AUS... LAUSANNE (SUE JIN KANG)

Stuttgarter Ballett
Prix de Lausanne Jury 2012. Foto: Gregory Batardon
Hallo, zusammen!
 
hier sende ich viele liebe Grüße aus Lausanne in der Schweiz, wo ich als eine von neun Jurymitgliedern die Woche bei dem weltberühmten Ballettwettbewerb Prix de Lausanne verbringe. Heute schauen wir den Teilnehmern im Unterricht für klassischen und zeitgenössischen Tanz zu, bevor der Wettbewerb mit den Auftritten auf der Bühne weiter geht.
Die Juryarbeit ist ganz schön anstrengend und macht fast mehr Arbeit, als selbst im Wettbewerb mitzutanzen – es bleibt kaum freie Zeit, um durch diese zauberhafte Stadt zu spazieren, weil so viel zu tun ist! Man muss sich sehr konzentrieren, um bis zu zwölf Stunden am Tag den Tänzerinnen und Tänzern zuzuschauen, und bei der Bewertung kein Detail zu übersehen; jedes junge Talent verdient doch die volle Aufmerksamkeit der Jury...
 
Aber ich liebe diese Arbeit sehr, es ist spannend, den Nachwuchs zu sehen, und das unglaubliche Talent unter den Teilnehmern zu spüren. Außerdem ist die Atmosphäre innerhalb der Jury wunderbar, wir sind ein bisschen wie eine kleine Ballettfamilie, viele von uns kennen sich schon sehr lange. Jose Martinez zum Beispiel ist ein alter Freund, oder Jean-Christophe Maillot, dessen Vers Un Pays Sage ich in Stuttgart getanzt habe.
 
Dieses Jahr ist ein ganz besonderes für den Prix de Lausanne, denn man feiert hier das 40. Jubiläum dieses Wettbewerbs. Am Sonntag findet eine große Gala im Théâtre de Beaulieu mit Ballettstars aus aller Welt statt, alle ehemalige Preisträger des Prix de Lausanne – mein Kollege Friedemann Vogel wird auch dort auftreten!
 
Von allen Ballettwettbewerben, die ich kenne (und ich bin ja in vielen verschiedenen Jurys) ist der Prix de Lausanne für die jungen Tänzer glaube ich der härteste. Erstens, weil das Niveau unglaublich hoch ist, aber auch, weil neben den Bühnenauftritten auch Unterrichtsstunden bewertet werden – die Teilnehmer sitzen also viel länger als nur einige Minuten sozusagen auf dem Präsentierteller. Und natürlich sind alle nervös, ich kann das so gut verstehen, ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als ich selbst hier mitgemacht habe... Aber die Stimmung ist gut, und die Coaches und Lehrer geben sich alle Mühe, eine lockere Atmosphäre zu schaffen und alle zu beruhigen. Denn je entspannter man ist, desto besser kann man auch tanzen.
 
Ich habe schon einige sehr vielversprechende Talente gesehen und freue mich auf mehr davon im Laufe der Woche! Nach der Gala am Sonntag komme ich dann wieder heim nach Stuttgart und freue mich schon darauf, alle wieder zu sehen!
 
Un bisou de Lausanne,
Ihre
Sue Jin Kang
(1.02.2012)

E-MAIL AUS... PEKING (MARIA EICHWALD)

Stuttgarter Ballett, Foto: die arge lola
Maria Eichwald, Foto: die arge lola
Hallo Stuttgart,
 
viele liebe Grüße aus Peking! Ich bin für fünf Tage hier in dieser riesigen Metropole, um in der Internationalen Ballettgala im National Centre for the Performing Arts aufzutreten.
 
Momentan wird hier das chinesische Neujahrsfest gefeiert! Die Stadt ist sehr schön geschmückt, ein bisschen wie bei uns an Weihnachten, die meisten Geschäfte geschlossen. Der Verkehr ist jedoch trotzdem unglaublich, ein Taxi zu bekommen fast unmöglich. Es wird hier wahnsinnig viel gebaut, alles ist sehr groß und hoch. Das National Centre, wo ich tanzen werde, ist vor allem bei Nacht ein unglaubliches Gebäude: eine Halbkugel, mit Wasser umgeben, und bei Nacht in den unterschiedlichsten Farben leuchtend. Es liegt in der Nähe der verbotenen Stadt.
 
Am 19. und am 20. Januar findet die alljährliche Ballett-Gala mit vielen Stars aus aller Welt statt, wie immer anlässlich des Neujahrsfestes. Es ist immer wieder interessant, mit Tänzern aus aller Welt zusammen zu treffen und zu arbeiten. Ich bin auch sehr gespannt auf das Publikum! Ich tanze zusammen mit Friedemann Vogel zwei Pas de deux – aus John Neumeiers „Kameliendame“ und „Mono Lisa“ von Itzik Galili.
 
Am Sonntag geht es dann wieder zurück nach Stuttgart. Am Montag, mit hoffentlich wenig Jetlag in den Beinen, geht es wieder ins heimatliche Theater zu Training und Proben, und ich freue mich schon wieder auf meine Kollegen und das Stuttgarter Publikum.
 
Bei der Gelegenheit kann ich Euch allen auch noch ein gutes Neues Jahr 2012 wünschen.... das Jahr des Wasserdrachen. ;-)
 
Liebe Grüße aus Peking
Tsai tjen
Eure Maria
(19.01.2012)

E-MAIL AUS... STUTTGART (POLINA SEMIONOVA)

Stuttgarter Ballett, Foto: M. Lengemann
Hallo, zusammen!

aus Stuttgart sende ich meine herzlichsten Grüße an das Publikum hier, und an alle Ballettfans! Ich verbringe einige Tage in Stuttgart, wo ich die große Freude habe, mit dem Stuttgarter Ballett zusammen zu arbeiten und gemeinsam mit Friedemann Vogel eine Galavorstellung von Schwanensee am letzten Tag dieses Jahres 2011 zu geben.
Ich freue mich sehr darauf, zum ersten Mal die Schwanensee-Version von John Cranko zu tanzen – und das in dem Theater, wo sie entstanden ist. Diese Version John Crankos ist etwas ganz Besonderes für mich...
Außerdem ist es wunderbar, wieder hier in Stuttgart zu tanzen, zuletzt war ich zur Onegin-Gala 2007 hier aufgetreten. Obwohl ich nicht so häufig in Stuttgart bin, ist es immer wieder sehr schön, her zukommen: ich fühle mich von der gesamten Compagnie sehr herzlich aufgenommen, hier herrscht einfach eine gute Atmosphäre!

Auf die Silvester-Gala freue ich mich riesig, und Euch und Ihnen allen wünsche ich ein gesundes, erfolgreiches und schönes Neues Jahr 2012!

Herzlich,
Polina
(28.12.2011)

E-MAIL AUS... AMSTERDAM (MARIJN RADEMAKER)

Stuttgarter Ballett, Foto: Het Nationale Ballet
Marijn Rademaker in den Proben zu "Der Nussknacker"
Hallo Stuttgart!
 
Hier kommen liebe Grüße aus meinem zweiten Zu Hause Amsterdam! Denn ja, mein erstes Zu Hause ist und bleibt Stuttgart :)
 
Ich bin seit einigen Tagen hier beim Het Nationale Ballet, um die Rollen des Prinzen und die des Mausekönigs in Der Nussknacker zu proben. Am 27. Dezember werde ich zum ersten Mal damit auf der Bühne stehen. Es ist sehr schön, in meiner Heimat tanzen zu dürfen, und dann auch noch den Nussknacker in der Weihnachtszeit!
Das wird mein erster Nussknacker überhaupt sein, und freue mich riesig darauf! Auf eine Art ist es eine so holländische Produktion: Die Handlung spielt in Amsterdam, die Kinder laufen Schlittschuh auf den Grachten und „Sinterklaas“ und „Zwarte Piet“ tanzen auch mit! Also alles Stoff aus meiner Kindheit – das ist sehr speziell für mich, auch weil ich das Stück schon als Kind auf der Bühne gesehen habe.
 
Die Proben laufen sehr gut, am Freitag kamen das erste Mal die Kinder aus der Schule dazu. Es hat superviel Spaß gemacht, mit den Kindern zusammen zu tanzen...
Den Kindertanz lerne ich auch, ich werde nämlich in den Proben mit Clara tanzen. Dieser Tanz macht mich am meisten nervös, haha! Wenn alle Kinder aus der Schule ganz genau wissen, was sie zu tun haben, dann sollte ich das wohl auch besser... Ich werde mir also ein Vorbild nehmen!
 
Ich hoffe, Ihr hattet alle schöne Feiertage,
 und ich wünsche euch ein glückliches neues Jahr mit vielen tollen Tanzerlebnissen!
 
Euer
Marijn
(27.12.2011)

E-MAIL AUS... PARIS (EVAN MCKIE)

Stuttgarter Ballett
Aurélie Dupont und Evan McKie in Onegin, Paris
Hi Stuttgart!

So instead of being at The Weihnachtsmarkt in Stuttgart satisfying my lebkuchen addiction or doing Christmas shopping at Breuninger, I find myself writing you from the Palais Garnier in Paris. Last weekend our director of production got me out of my morning class in Stuttgart to tell me that Brigitte Lefèvre and Mr. Anderson were impatiently waiting for me in Paris... because I had been chosen to dance Onegin with the Paris Opera Ballet!

I was going to be partnering the exquisite ballerina Aurélie Dupont because Nicholas LeRiche had been injured suddenly. My Onegin costume was packed in a suitcase and I was told that my train left in under 1 hour. I had no change of clothes, nothing, just what I was wearing and my Onegin costume! On the train I just tried not to think about the surprise and magnitude of the situation! The Paris Opera is known for rarely ever inviting any international guest dancers and the french capital also happens to be my favorite city anywhere. I had a butterfly-stomach for the whole 3,5 hour train journey!

When I got here I went to rehearsal, met the beautiful Aurélie and then Reid Anderson and the Opera staff coached us privately in a short run-though of the whole ballet in one hour. We were both a bit shy at first but I could tell that I already felt something very special for Aurélie and the intensity built-up very fast. The director, Brigitte Lefèvre then surprised me by telling me that she wanted the two of us to dance the opening night instead of one of the other four casts taking over. She also offered four more shows after that! Once Mr. Anderson agreed then that was it!
Half a week later we were onstage opening Onegin for a sold-out Parisian audience in the city where Ballet originated. I really wasn't sure how the French would react to me coming and hi-jacking their Opening night filling in for their most famous current Etoile, LeRiche. I was pretty nervous about it but just tried to think about the role itself and everything that Reid Anderson, Tamas Detrich and Georgette Tsinguirides have given me so I could bring some 'Stuttgart' to a new audience here.
Thankfully, I have been blown away by the kindness and generosity of both the company and the audience each night, who obviously accepted this tall, akward Canadian guy from Stuttgart and I am grateful to be able to live this fantasy.

I am sorry to have missed debuting Fingerspitzengefühl, which Demis Volpi created with me and Marijn Rademaker for Aktion Weihnachten but luckily my colleague David Moore was able to learn the piece almost overnight and undoubtedly make it his own. I can't wait to see it. I'm also thrilled to hear about some beautiful Stuttgart Swan Lake performances. :)

I wish you all a joyous Holiday season! See you back home in 2012!

Yours,
Evan
(13.12.2011)

E-MAIL AUS... SEOUL (EVAN MCKIE)

Stuttgarter Ballett
Hyo-Jung Kang und Evan McKie in Onegin, Seoul
Hi Stuttgart family,
 
I've been here in Seoul for close to two weeks performing Onegin with The Universal Ballet. I'm really happy that Hyo-Jung Kang is here with me and had debut in the incredible role of Tatiana!

This is, afterall, Hyo-Jungs native country, which makes it extra special for her.
When the curtain fell after our first performance I was so proud that we made it together and trusted each other in a much deeper more intimate way than our sparkly Prince and Princess relationship from The Sleeping Beauty a few years ago.

Last night we had our second show which gave us freedom to take some new risks, and the audience appeared to be moved in a way that only a ballet like Onegin can provoke them to be. Lots of Stuttgart Ballet fans from Korea and Japan came to talk to us after both shows and there was no shortage of little girls that wanted to be just like Hyo. In a restaurant after the second show one guy yelled out at me in Korean: ''That Onegin is one cruel guy''...
 
Now I am rehearsing Onegin with another ballerina for upcoming performances and she is the complete opposite of Hyo-Jung, which makes it very interesting. I am excited to see how the next performances go!

I believe that this ballet is like a roller coaster: One knows how the mechanics work before one gets on, but when the curtain rises (or the roller coaster starts to gradually ascend) one is in for some incredible thrills. When it's over, your stomach is tight and you’re moved and shaken, but the the first thing you want to do is to do it again!
 
I guess you know exactly what I mean :) 
See you back in Stuttgart for Aktion Weihnachten!

Love,
Evan
(17.11.2012)

E-MAIL AUS... NEW YORK (DEMIS VOLPI)

Stuttgarter Ballett, Foto: die arge lola
Demis Volpi
Hallo Stuttgart!
Ich wollte kurz aus New York berichten, wo ich im Moment ein neues Stück für das ABT (American Ballet Theatre) mache. Die Arbeit am Ballett und auch das Repertoire sind hier etwas anders als zu Hause, aber die Tänzer waren sofort sehr offen und bereit, meine Ideen umzusetzen.

Auch der Rhythmus ist hier ein ganz anderer, die Proben sind kürzer und insgesamt rennt man auch in der Stadt immer der Zeit hinterher, habe ich den Eindruck!! Einer der typischen riesigen Kaffees hilft aber meistens, bei der Geschwindigkeit von New York mit zu halten. ;)
Am 5. November ist die Premiere von meinem Stück, Private Light heißt es. Die Premiere findet erstmal außerhalb von New York am Bard College statt, am 8. November ist dann die New York Premiere im City Center. Es wurde gerade renoviert und es hat ca. 2200 Sitzplätze!!! Ich werde also wohl zwei Mal furchtbar aufgeregt sein...

Diese Woche hat mich Christian Spuck bei der Probe besucht. Es war schön, von jemandem von zu Hause umarmt zu werden. Mein Stuttgarter Publikum werde ich bei der Premiere sehr vermissen, aber zum Glück ist stellvertretend eine von Euch dabei: Die treue Christel Binder ist da und sitzt in diesen Tagen mit im Studio vom ABT!

Ich habe viel Neues hier gelernt und entdeckt und freue mich, etwas reifer zurück nach Stuttgart zu kommen, um mit meinen Tänzerkollegen meine neuen Erfahrungen zu teilen. Hoffentlich kann ich etwas Wertvolles und Nützliches für alle mit nach Hause nehmen.
Drückt mir Daumen für die letzten Tage und den Vorpremierenstress!

Ganz liebe Grüße an alle aus New York,
Euer Demis
(4.11.2011)

E-MAIL AUS... MAILAND (FRIEDEMANN VOGEL)

Stuttgarter Ballett, Foto: Brescia Amisano
Olesia Novikova und Friedemann Vogel in Raymonda, Mailand
Liebe Grüße aus Mailand, wo ich im Moment die Rolle des Jean de Brienne in Raymonda an der Mailänder Scala tanze. Alles wurde bei dieser neuen Inszenierung nach alten Aufschrieben und Bildern nach der Originalfassung von Marius Petipa 1898 rekonstruiert - eine echte Zeitreise zurück zu den klassischen Ballettwurzeln!

Ich tanze zusammen mit meiner tollen Partnerin Olesia Novikova aus St. Petersburg. Es war interessant, die historischen Skizzen, Aufzeichnungen und Fotos aus dem Theatermuseum aus St. Petersburg zu sehen, und mitzuerleben, wie diese umgesetzt und verwirklicht wurden.
Durch die historische Ausstattung und auch das prächtige Theater der Mailänder Scala hatte ich bei meinen Auftritten oftmals das Gefühl, über hundert Jahre zurückversetzt zu sein, wunderbar!

Es ist aber gar nicht so nicht einfach, mit den üppigen und aufwändigen Kostümen zu tanzen: bei der Generalprobe rutschte mein Hut mit Fellkrempe und Feder während meiner Variation im 3. Akt immer mehr und mehr mir ins Gesicht und beim letzten Sprung war plötzlich alles dunkel um mich herum... mein ungarischer Kopfputz sackte bis zur Nase! Doch bei der Premiere hielt der Hut zum Glück bombenfest.

Ich habe also eine wunderbare Zeit hier, aber ich freue mich auch sehr, bald wieder zu Hause zu sein. Dann geht es in Stuttgart mit neuen Inspirationen und Erfahrungen an den nächsten Ballettklassiker: Schwanensee.

Friedemann Vogel
(26.10.2011)

E-MAIL AUS... PERTH (FILIP BARANKIEWICZ)

Stuttgarter Ballett, Foto: die arge lola
Filip Barankiewicz
Hi Stuttgart! How is everyone doing?
Just after our summer break, before the new season started, I got this wonderful chance to take a long distance flight and get to the other side of our Planet - Perth!

Our good friend Ivan Cavallari asked me if I would like to join the Taming of Shrew (Der Widerspenstigen Zähmung) season here, one more time, and dance one of my favorite Cranko roles - Petrucchio. Of course I said "sure!".
I have done the general stage call on the 8th of September and opening on the 9th, then danced several shows until September 24th. The West Australian Ballet was having a great time with this wonderful masterpiece, and me too! The Public just loves it!

The journey to Perth feels just like having an additional holiday: Spring just started here, it is very warm and sunny enough to go to the beach! I really enjoy the relaxing atmosphere and great lifestyle... In October, I'm heading back to my favorite stage: In Stuttgart, at home!
 
See you very soon,
much love from Down Under
Filip Barankiewicz
(15.09.2011)