Stuttgarter Ballett, Foto: Grafik: Discodoener
MIT EINER "E-MAIL AUS..." SENDEN STUTTGARTER TÄNZER UND COMPAGNIEMITGLIEDER, DIE IN ALLER WELT GASTIEREN,
GRÜßE IN DIE HEIMAT UND BERICHTEN VON IHREN ERLEBNISSEN UNTERWEGS.

E-MAIL AUS...

ARCHIV

14 VERONA (JASON REILLY) // 13 SANTIAGO DE CHILE (ANNA OSADCENKO) // 12 STUTTGART (EGON MADSEN) // 11 STUTTGART (EDWARD CLUG) // 10 STUTTGART (MAURO BIGONZETTI) // 9 LAUSANNE (SUE JIN KANG) // 8 PEKING (MARIA EICHWALD) // 7 STUTTGART (POLINA SEMIONOVA) // 6 AMSTERDAM (MARIJN RADEMAKER) // 5 PARIS (EVAN MCKIE) // 4 SEOUL (EVAN MCKIE) // 3 NEW YORK (DEMIS VOLPI) // 2 MAILAND (FRIEDEMANN VOGEL) // 1 PERTH (FILIP BARANKIEWICZ)

E-MAIL AUS... VERONA (JASON REILLY)

Stuttgarter Ballett
Foto: Yuniesca Sanchez und Jason Reilly
in den Proben, Courtesy of  Arena die Verona
Hallo, alle!

Diese Woche verbringe  ich im schönen Verona. Das Ballett der Arena di Verona hat mich eingeladen, hier die Premiere und vier weitere Vorstellungen von Mario Piazzas „Der wunderbare Mandarin“ zu tanzen. Ich komme schon zum dritten Mal hierher, und es ist immer wieder schön – die Compagnie ist klein im Vergleich zum Stuttgarter Ballett, aber sehr gut, alle sind sehr freundlich zu mir, und im Theater und in der ganzen Stadt herrscht eine ganz besondere Atmosphäre.

Vom 11. bis zum 14. April geben meine Partnerin Yuniesca Sanchez und ich Vorstellungen im Teatro Filarmonico di Verona. Yuniesca ist nicht nur eine wunderbare Tänzerin, sondern außerdem ein bekannter Fernsehstar hier in Italien – ich darf sie also wohl auf gar keinen Fall fallen lassen, wenn ich nicht schrecklichen Ärger mit dem Publikum bekommen will ...

Der Choreograph Mario Piazza (er ist Kanadier, wie ich!) ist weltbekannt für seine zeitgenössischen Kreationen im Ballett, aber auch Theater und Oper. Für den neuen Ballettabend hier in Verona hat er zeitgenössische Versionen von zwei bedeutenden historischen Balletten kreiert: “Pulcinella” und “Der wunderbare Mandarin“. Es ist spannend, mit ihm zusammen zu arbeiten, er ist ein interessanter Künstler, und außerdem hat er ein ganz schönes Tempo drauf: Ein langes Solo für mich als „Mandarin“ haben wir in nur einem Tag erarbeitet!

Die Choreographie ist fertig, nun bleibt Zeit für Training und Proben. Das Ballett ist eine echte Herausforderung, auch körperlich, es ist ein sehr kraftvolles Ballett! Aber ein bisschen Zeit bleibt zum Glück trotzdem, um in der Stadt herum zu spazieren – es ist einfach wunderschön hier! Trotzdem freue ich mich auf zu Hause und darauf, einige Tage in Stuttgart zu verbringen, bevor es wieder Koffer packen heißt: Das ganze Stuttgarter Ballett geht auf Tournee nach Japan und Korea!

 Viele liebe Grüße an Euch alle, und Arrivederci!
Euer Jason


E-MAIL AUS... SANTIAGO DE CHILE (ANNA OSADCENKO)

Stuttgarter Ballett, Foto: Ballet de Santiago
Anna Osadcenko als Nikiya in "La Bayadera"
Hallo, miteinander,

ich schicke Euch viele liebe Grüße aus Chile! Marcia Haydée hat mich eingeladen, mit ihrer Compagnie, dem Ballet de Santiago, „La Bayadera“ zu tanzen, und ich bin unglaublich froh, dabei sein zu können! Alle hier sind sehr nett und warmherzig, und ich genieße jeden Moment. Es ist spannend, als Gast mit einer neuen Compagnie zu arbeiten – vor allem, weil mir niemand das Gefühl gibt, eine Fremde zu sein.
 
Das Ballett „La Bayadere“ ist wunderschön, und solange ich denken kann, habe ich davon geträumt, einmal die Nikiya zu tanzen. Ich kann also gar nicht sagen, wie dankbar ich Marcia dafür bin, dass sie diesen Traum für mich wahr werden lässt. Mein Partner beim Ballet de Santiago ist Luis Ortigoza, ein Erster Solist aus Argentinien, der diese Version von „La Bayadere“ nach Marius Petipa für die Compagnie choreographiert hat. Ich habe wirklich Glück: Er ist nämlich ein fabelhafter Tänzer und außerdem ein sehr netter Mensch.
 
Ich werde wohl ziemlich beschäftigt sein mit Training und Proben, aber ich hoffe, dass ein klein wenig Zeit bleibt, um in Santiago de Chile herum zu spazieren. Die Stadt ist wunderschön mit ihren vielen Blumen und Parks und den Märkten und alten Gebäuden, und jeden Tag scheint die Sonne!
Luis und ich geben Vorstellungen im Teatro Municipal de Santiago vom 18. – 21. April, also drückt alle die Daumen!
 
Viele liebe Grüße aus Chile,
Eure  Anna


E-MAIL AUS... STUTTGART (EGON MADSEN)

Stuttgarter Ballett, Foto: Regina Brocke
Egon Madsen bei den Proben zu "La Sylphide"
Hallo, zusammen,
 
hier sende ich Euch allen viele Grüße aus dem Ballettsaal in Stuttgart, wo ich diese Woche einen ganz besonderen Auftritt vorbereite: Mein Rollendebüt in La Sylphide! Ich habe in über vier Jahrzehnten auf der Bühne eine Menge Rollen getanzt - beim Stuttgarter Ballett, beim Nederlands Dans Theater III, bei Gauthier Dance, und an vielen anderen Häusern - aber dass ich noch einmal die alte Wahrsagerin „Madge“ geben würde, das hätte ich mir nie träumen lassen!
 
Meine neue Rolle ist für mich sehr besonders. Ich habe meine Tanzkarriere ja am Pantomimentheater in Kopenhagen begonnen, und die Rolle der alten Wahrsagerin Madge in diesem romantischen Ballett verlangt ganz viel Pantomime. Außerdem ist es für mich als Däne wunderbar, in einer so durch und durch dänischen Produktion mitzuwirken – „La Sylphide“ wurde über Jahrhunderte am Königlich Dänischen Ballett getanzt und so am Leben gehalten, und die Musik ist auch von einem dänischen Komponisten. Es ist ein kleines bisschen wie eine Heimkehr, in mehrerlei Hinsicht. Mal abgesehen von der tieferen Bedeutung habe ich einen riesigen Spaß an der Rolle, sie ist sehr kraftvoll, sehr ausdruckstark – und am Ende der Geschichte gewinnt die Hexe Madge auch noch!
 
Ich freue mich drauf, endlich wieder vor meinem lieben Stuttgarter Publikum auf der Bühne zu stehen!
 
Viele Grüße,
Euer Egon

E-MAIL AUS... STUTTGART (EDWARD CLUG)

Stuttgarter Ballett, Foto: Ulrich Beuttenmüller
Edward Clug bei den Proben zu Ssss... mit Hyo-Jung Kang
Dear dancerSsss...

Thank you for making my thoughts move, you are my beautiful moving thinkers!

Yours,
Edward








E-MAIL AUS... STUTTGART (MAURO BIGONZETTI)

Stuttgarter Ballett, Foto: Ulrich Beuttenmüller
Mauro Bigonzetti während der Proben beim Stuttgarter Ballett, mit Rolando D'Alesio
Hallo, zusammen!
hier sende ich viele herzliche Grüße aus Stuttgart, wo ich mit dem Stuttgarter Ballett an einem neuen Stück arbeite. „Il Concertone“ wird am 23. März beim Ballettabend Körpersprache³ uraufgeführt.

Jedes Mal, wenn ich beim Stuttgarter Ballett arbeite, fühle ich mich zu Hause. Ich spüre die Tänzer, als hätte ich schon immer mit ihnen gearbeitet, und fühle, dass sie mir und meiner Art zu arbeiten mit absoluter Selbstverständlichkeit folgen können – und ihre Neugier, die ist außergewöhnlich!
Genau so, wie ich mir in den Ballettstudios heimisch fühle, ist es auch ein vertrautes Gefühl, wieder mal für einige Zeit ein Appartement im guten alten Stuttgart zu beziehen.
 
All das zusammen macht meine Zeit hier zu einem wunderbaren Erlebnis, und ich hoffe, dass Ihr am Ende genau so viel Spaß an dem neuen Ballett haben werdet wie wir!
 
Viele Grüße,
Mauro Bigonzetti

E-MAIL AUS... LAUSANNE (SUE JIN KANG)

Stuttgarter Ballett
Prix de Lausanne Jury 2012. Foto: Gregory Batardon
Hallo, zusammen!
 
hier sende ich viele liebe Grüße aus Lausanne in der Schweiz, wo ich als eine von neun Jurymitgliedern die Woche bei dem weltberühmten Ballettwettbewerb Prix de Lausanne verbringe. Heute schauen wir den Teilnehmern im Unterricht für klassischen und zeitgenössischen Tanz zu, bevor der Wettbewerb mit den Auftritten auf der Bühne weiter geht.
Die Juryarbeit ist ganz schön anstrengend und macht fast mehr Arbeit, als selbst im Wettbewerb mitzutanzen – es bleibt kaum freie Zeit, um durch diese zauberhafte Stadt zu spazieren, weil so viel zu tun ist! Man muss sich sehr konzentrieren, um bis zu zwölf Stunden am Tag den Tänzerinnen und Tänzern zuzuschauen, und bei der Bewertung kein Detail zu übersehen; jedes junge Talent verdient doch die volle Aufmerksamkeit der Jury...
 
Aber ich liebe diese Arbeit sehr, es ist spannend, den Nachwuchs zu sehen, und das unglaubliche Talent unter den Teilnehmern zu spüren. Außerdem ist die Atmosphäre innerhalb der Jury wunderbar, wir sind ein bisschen wie eine kleine Ballettfamilie, viele von uns kennen sich schon sehr lange. Jose Martinez zum Beispiel ist ein alter Freund, oder Jean-Christophe Maillot, dessen Vers Un Pays Sage ich in Stuttgart getanzt habe.
 
Dieses Jahr ist ein ganz besonderes für den Prix de Lausanne, denn man feiert hier das 40. Jubiläum dieses Wettbewerbs. Am Sonntag findet eine große Gala im Théâtre de Beaulieu mit Ballettstars aus aller Welt statt, alle ehemalige Preisträger des Prix de Lausanne – mein Kollege Friedemann Vogel wird auch dort auftreten!
 
Von allen Ballettwettbewerben, die ich kenne (und ich bin ja in vielen verschiedenen Jurys) ist der Prix de Lausanne für die jungen Tänzer glaube ich der härteste. Erstens, weil das Niveau unglaublich hoch ist, aber auch, weil neben den Bühnenauftritten auch Unterrichtsstunden bewertet werden – die Teilnehmer sitzen also viel länger als nur einige Minuten sozusagen auf dem Präsentierteller. Und natürlich sind alle nervös, ich kann das so gut verstehen, ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als ich selbst hier mitgemacht habe... Aber die Stimmung ist gut, und die Coaches und Lehrer geben sich alle Mühe, eine lockere Atmosphäre zu schaffen und alle zu beruhigen. Denn je entspannter man ist, desto besser kann man auch tanzen.
 
Ich habe schon einige sehr vielversprechende Talente gesehen und freue mich auf mehr davon im Laufe der Woche! Nach der Gala am Sonntag komme ich dann wieder heim nach Stuttgart und freue mich schon darauf, alle wieder zu sehen!
 
Un bisou de Lausanne,
Ihre
Sue Jin Kang


E-MAIL AUS... PEKING (MARIA EICHWALD)

Stuttgarter Ballett, Foto: die arge lola
Maria Eichwald, Foto: die arge lola
Hallo Stuttgart,
 
viele liebe Grüße aus Peking! Ich bin für fünf Tage hier in dieser riesigen Metropole, um in der Internationalen Ballettgala im National Centre for the Performing Arts aufzutreten.
 
Momentan wird hier das chinesische Neujahrsfest gefeiert! Die Stadt ist sehr schön geschmückt, ein bisschen wie bei uns an Weihnachten, die meisten Geschäfte geschlossen. Der Verkehr ist jedoch trotzdem unglaublich, ein Taxi zu bekommen fast unmöglich. Es wird hier wahnsinnig viel gebaut, alles ist sehr groß und hoch. Das National Centre, wo ich tanzen werde, ist vor allem bei Nacht ein unglaubliches Gebäude: eine Halbkugel, mit Wasser umgeben, und bei Nacht in den unterschiedlichsten Farben leuchtend. Es liegt in der Nähe der verbotenen Stadt.
 
Am 19. und am 20. Januar findet die alljährliche Ballett-Gala mit vielen Stars aus aller Welt statt, wie immer anlässlich des Neujahrsfestes. Es ist immer wieder interessant, mit Tänzern aus aller Welt zusammen zu treffen und zu arbeiten. Ich bin auch sehr gespannt auf das Publikum! Ich tanze zusammen mit Friedemann Vogel zwei Pas de deux – aus John Neumeiers „Kameliendame“ und „Mono Lisa“ von Itzik Galili.
 
Am Sonntag geht es dann wieder zurück nach Stuttgart. Am Montag, mit hoffentlich wenig Jetlag in den Beinen, geht es wieder ins heimatliche Theater zu Training und Proben, und ich freue mich schon wieder auf meine Kollegen und das Stuttgarter Publikum.
 
Bei der Gelegenheit kann ich Euch allen auch noch ein gutes Neues Jahr 2012 wünschen.... das Jahr des Wasserdrachen. ;-)
 
Liebe Grüße aus Peking
Tsai tjen
Eure Maria

E-MAIL AUS... STUTTGART (POLINA SEMIONOVA)

Stuttgarter Ballett, Foto: M. Lengemann
Hallo, zusammen!

aus Stuttgart sende ich meine herzlichsten Grüße an das Publikum hier, und an alle Ballettfans! Ich verbringe einige Tage in Stuttgart, wo ich die große Freude habe, mit dem Stuttgarter Ballett zusammen zu arbeiten und gemeinsam mit Friedemann Vogel eine Galavorstellung von Schwanensee am letzten Tag dieses Jahres 2011 zu geben.
Ich freue mich sehr darauf, zum ersten Mal die Schwanensee-Version von John Cranko zu tanzen – und das in dem Theater, wo sie entstanden ist. Diese Version John Crankos ist etwas ganz Besonderes für mich...
Außerdem ist es wunderbar, wieder hier in Stuttgart zu tanzen, zuletzt war ich zur Onegin-Gala 2007 hier aufgetreten. Obwohl ich nicht so häufig in Stuttgart bin, ist es immer wieder sehr schön, her zukommen: ich fühle mich von der gesamten Compagnie sehr herzlich aufgenommen, hier herrscht einfach eine gute Atmosphäre!

Auf die Silvester-Gala freue ich mich riesig, und Euch und Ihnen allen wünsche ich ein gesundes, erfolgreiches und schönes Neues Jahr 2012!

Herzlich,
Polina

Mehr über Polina Semionova beim Staatsballett Berlin

E-MAIL AUS... AMSTERDAM (MARIJN RADEMAKER)

Stuttgarter Ballett, Foto: Het Nationale Ballet
Marijn Rademaker in den Proben zu "Der Nussknacker"
Hallo Stuttgart!
 
Hier kommen liebe Grüße aus meinem zweiten Zu Hause Amsterdam! Denn ja, mein erstes Zu Hause ist und bleibt Stuttgart :)
 
Ich bin seit einigen Tagen hier beim Het Nationale Ballet, um die Rollen des Prinzen und die des Mausekönigs in Der Nussknacker zu proben. Am 27. Dezember werde ich zum ersten Mal damit auf der Bühne stehen. Es ist sehr schön, in meiner Heimat tanzen zu dürfen, und dann auch noch den Nussknacker in der Weihnachtszeit!
Das wird mein erster Nussknacker überhaupt sein, und freue mich riesig darauf! Auf eine Art ist es eine so holländische Produktion: Die Handlung spielt in Amsterdam, die Kinder laufen Schlittschuh auf den Grachten und „Sinterklaas“ und „Zwarte Piet“ tanzen auch mit! Also alles Stoff aus meiner Kindheit – das ist sehr speziell für mich, auch weil ich das Stück schon als Kind auf der Bühne gesehen habe.
 
Die Proben laufen sehr gut, am Freitag kamen das erste Mal die Kinder aus der Schule dazu. Es hat superviel Spaß gemacht, mit den Kindern zusammen zu tanzen...
Den Kindertanz lerne ich auch, ich werde nämlich in den Proben mit Clara tanzen. Dieser Tanz macht mich am meisten nervös, haha! Wenn alle Kinder aus der Schule ganz genau wissen, was sie zu tun haben, dann sollte ich das wohl auch besser... Ich werde mir also ein Vorbild nehmen!
 
Ich hoffe, Ihr hattet alle schöne Feiertage,
 und ich wünsche euch ein glückliches neues Jahr mit vielen tollen Tanzerlebnissen!
 
Euer
Marijn

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E-MAIL AUS... PARIS (EVAN MCKIE)

Stuttgarter Ballett
Aurélie Dupont und Evan McKie in Onegin, Paris
Hi Stuttgart!

So instead of being at The Weihnachtsmarkt in Stuttgart satisfying my lebkuchen addiction or doing Christmas shopping at Breuninger, I find myself writing you from the Palais Garnier in Paris. Last weekend our director of production got me out of my morning class in Stuttgart to tell me that Brigitte Lefèvre and Mr. Anderson were impatiently waiting for me in Paris... because I had been chosen to dance Onegin with the Paris Opera Ballet!

I was going to be partnering the exquisite ballerina Aurélie Dupont because Nicholas LeRiche had been injured suddenly. My Onegin costume was packed in a suitcase and I was told that my train left in under 1 hour. I had no change of clothes, nothing, just what I was wearing and my Onegin costume! On the train I just tried not to think about the surprise and magnitude of the situation! The Paris Opera is known for rarely ever inviting any international guest dancers and the french capital also happens to be my favorite city anywhere. I had a butterfly-stomach for the whole 3,5 hour train journey!

When I got here I went to rehearsal, met the beautiful Aurélie and then Reid Anderson and the Opera staff coached us privately in a short run-though of the whole ballet in one hour. We were both a bit shy at first but I could tell that I already felt something very special for Aurélie and the intensity built-up very fast. The director, Brigitte Lefèvre then surprised me by telling me that she wanted the two of us to dance the opening night instead of one of the other four casts taking over. She also offered four more shows after that! Once Mr. Anderson agreed then that was it!
Half a week later we were onstage opening Onegin for a sold-out Parisian audience in the city where Ballet originated. I really wasn't sure how the French would react to me coming and hi-jacking their Opening night filling in for their most famous current Etoile, LeRiche. I was pretty nervous about it but just tried to think about the role itself and everything that Reid Anderson, Tamas Detrich and Georgette Tsinguirides have given me so I could bring some 'Stuttgart' to a new audience here.
Thankfully, I have been blown away by the kindness and generosity of both the company and the audience each night, who obviously accepted this tall, akward Canadian guy from Stuttgart and I am grateful to be able to live this fantasy.

I am sorry to have missed debuting Fingerspitzengefühl, which Demis Volpi created with me and Marijn Rademaker for Aktion Weihnachten but luckily my colleague David Moore was able to learn the piece almost overnight and undoubtedly make it his own. I can't wait to see it. I'm also thrilled to hear about some beautiful Stuttgart Swan Lake performances. :)

I wish you all a joyous Holiday season! See you back home in 2012!

Yours,
Evan

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E-MAIL AUS... SEOUL (EVAN MCKIE)

Stuttgarter Ballett
Hyo-Jung Kang und Evan McKie in Onegin, Seoul
Hi Stuttgart family,
 
I've been here in Seoul for close to two weeks performing Onegin with The Universal Ballet. I'm really happy that Hyo-Jung Kang is here with me and had debut in the incredible role of Tatiana!

This is, afterall, Hyo-Jungs native country, which makes it extra special for her.
When the curtain fell after our first performance I was so proud that we made it together and trusted each other in a much deeper more intimate way than our sparkly Prince and Princess relationship from The Sleeping Beauty a few years ago.

Last night we had our second show which gave us freedom to take some new risks, and the audience appeared to be moved in a way that only a ballet like Onegin can provoke them to be. Lots of Stuttgart Ballet fans from Korea and Japan came to talk to us after both shows and there was no shortage of little girls that wanted to be just like Hyo. In a restaurant after the second show one guy yelled out at me in Korean: ''That Onegin is one cruel guy''...
 
Now I am rehearsing Onegin with another ballerina for upcoming performances and she is the complete opposite of Hyo-Jung, which makes it very interesting. I am excited to see how the next performances go!

I believe that this ballet is like a roller coaster: One knows how the mechanics work before one gets on, but when the curtain rises (or the roller coaster starts to gradually ascend) one is in for some incredible thrills. When it's over, your stomach is tight and you’re moved and shaken, but the the first thing you want to do is to do it again!
 
I guess you know exactly what I mean :) 
See you back in Stuttgart for Aktion Weihnachten!

Love,
Evan

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E-MAIL AUS... NEW YORK (DEMIS VOLPI)

Stuttgarter Ballett, Foto: die arge lola
Demis Volpi
Hallo Stuttgart!
Ich wollte kurz aus New York berichten, wo ich im Moment ein neues Stück für das ABT (American Ballet Theatre) mache. Die Arbeit am Ballett und auch das Repertoire sind hier etwas anders als zu Hause, aber die Tänzer waren sofort sehr offen und bereit, meine Ideen umzusetzen.

Auch der Rhythmus ist hier ein ganz anderer, die Proben sind kürzer und insgesamt rennt man auch in der Stadt immer der Zeit hinterher, habe ich den Eindruck!! Einer der typischen riesigen Kaffees hilft aber meistens, bei der Geschwindigkeit von New York mit zu halten. ;)
Am 5. November ist die Premiere von meinem Stück, Private Light heißt es. Die Premiere findet erstmal außerhalb von New York am Bard College statt, am 8. November ist dann die New York Premiere im City Center. Es wurde gerade renoviert und es hat ca. 2200 Sitzplätze!!! Ich werde also wohl zwei Mal furchtbar aufgeregt sein...

Diese Woche hat mich Christian Spuck bei der Probe besucht. Es war schön, von jemandem von zu Hause umarmt zu werden. Mein Stuttgarter Publikum werde ich bei der Premiere sehr vermissen, aber zum Glück ist stellvertretend eine von Euch dabei: Die treue Christel Binder ist da und sitzt in diesen Tagen mit im Studio vom ABT!

Ich habe viel Neues hier gelernt und entdeckt und freue mich, etwas reifer zurück nach Stuttgart zu kommen, um mit meinen Tänzerkollegen meine neuen Erfahrungen zu teilen. Hoffentlich kann ich etwas Wertvolles und Nützliches für alle mit nach Hause nehmen.
Drückt mir Daumen für die letzten Tage und den Vorpremierenstress!

Ganz liebe Grüße an alle aus New York,
Euer Demis

Artikel in der New York Times über Demis Volpi am ABT

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E-MAIL AUS... MAILAND (FRIEDEMANN VOGEL)

Stuttgarter Ballett, Foto: Brescia Amisano
Olesia Novikova und Friedemann Vogel in Raymonda, Mailand
Liebe Grüße aus Mailand, wo ich im Moment die Rolle des Jean de Brienne in Raymonda an der Mailänder Scala tanze. Alles wurde bei dieser neuen Inszenierung nach alten Aufschrieben und Bildern nach der Originalfassung von Marius Petipa 1898 rekonstruiert - eine echte Zeitreise zurück zu den klassischen Ballettwurzeln!

Ich tanze zusammen mit meiner tollen Partnerin Olesia Novikova aus St. Petersburg. Es war interessant, die historischen Skizzen, Aufzeichnungen und Fotos aus dem Theatermuseum aus St. Petersburg zu sehen, und mitzuerleben, wie diese umgesetzt und verwirklicht wurden.
Durch die historische Ausstattung und auch das prächtige Theater der Mailänder Scala hatte ich bei meinen Auftritten oftmals das Gefühl, über hundert Jahre zurückversetzt zu sein, wunderbar!

Es ist aber gar nicht so nicht einfach, mit den üppigen und aufwändigen Kostümen zu tanzen: bei der Generalprobe rutschte mein Hut mit Fellkrempe und Feder während meiner Variation im 3. Akt immer mehr und mehr mir ins Gesicht und beim letzten Sprung war plötzlich alles dunkel um mich herum... mein ungarischer Kopfputz sackte bis zur Nase! Doch bei der Premiere hielt der Hut zum Glück bombenfest.

Ich habe also eine wunderbare Zeit hier, aber ich freue mich auch sehr, bald wieder zu Hause zu sein. Dann geht es in Stuttgart mit neuen Inspirationen und Erfahrungen an den nächsten Ballettklassiker: Schwanensee.

Friedemann Vogel

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E-MAIL AUS... PERTH (FILIP BARANKIEWICZ)

Stuttgarter Ballett, Foto: die arge lola
Filip Barankiewicz
Hi Stuttgart! How is everyone doing?
Just after our summer break, before the new season started, I got this wonderful chance to take a long distance flight and get to the other side of our Planet - Perth!

Our good friend Ivan Cavallari asked me if I would like to join the Taming of Shrew (Der Widerspenstigen Zähmung) season here, one more time, and dance one of my favorite Cranko roles - Petrucchio. Of course I said "sure!".
I have done the general stage call on the 8th of September and opening on the 9th, then danced several shows until September 24th. The West Australian Ballet was having a great time with this wonderful masterpiece, and me too! The Public just loves it!

The journey to Perth feels just like having an additional holiday: Spring just started here, it is very warm and sunny enough to go to the beach! I really enjoy the relaxing atmosphere and great lifestyle... In October, I'm heading back to my favorite stage: In Stuttgart, at home!
 
See you very soon,
much love from Down Under
Filip Barankiewicz

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