Louis Stiens wurde in München geboren und wuchs dort auch auf. Im Jahr 1997 begann er seine Tanzausbildung an der Heinz-Bosl Stiftung in seiner Heimatstadt. Im Jahr 2009 wechselte er an die John Cranko Schule in Stuttgart, wo er im Jahr 2011 seine Ausbildung abschloss.
Sein erstes Engagement erhielt er in der Spielzeit 2011/12 als Eleve beim Stuttgarter Ballett, in der darauffolgenden Spielzeit wurde er ins Corps de ballet übernommen.
Seine erste Solorolle beim Stuttgarter Ballett tanzte er bereits während seiner Zeit als Eleve: In John Crankos The Lady and the Fool trat er als Bootface auf.
Louis Stiens choreographiert außerdem und schuf bereits mehrere eigene Choreographien. Der Pas de deux Ohne Titel entstand im Rahmen eines Workshops bei der Heinz-Bosl Stiftung. Die Soli Mäuse (2010) und Still Light (2011) schuf er für seinen Mitstudenten Robert Robinson. Jesus Home, die zweite Choreographie, die im Rahmen der Veranstaltung „Junge Choreographen“ der Noverre-Gesellschaft entstand, wurde im Juli 2011 von fünf Tänzern uraufgeführt. Ein Jahr später folgte mit Christoph die dritte Choreographie bei der Noverre-Gesellschaft. Für Mäuse gewann der junge Choreograph im Jahr 2011 den 1. Preis des beo-Wettbewerbs für Berufsschulen. Anlässlich des Porsche Tennis Grand Prix 2012 wurde Louis Stiens’ eigens dafür geschaffene Choreographie Sit back am Tag des Finales in der Schleyerhalle uraufgeführt. Im November 2012 kam die Choreographie zu Dancer in the Dark (Koproduktion Schauspiel Stuttgart / Stuttgarter Ballett) zur Uraufführung, die Louis Stiens zusammen mit Marco Goecke geschaffen hatte.
REPERTOIRE
Tragende Rollen und Solorollen beim Stuttgarter Ballett- Don Quijote (Maximiliano Guerra): Sancho Pansa
- Krabat (Demis Volpi): Lyschko
- Romeo und Julia (John Cranko): Faschingstanz
- The Lady and the Fool (John Cranko): Bootface
Eigens für ihn kreierte Rollen- Karneval der Tiere (Demis Volpi)
Eigens für ihn kreierte Rolen bei Noverre-Gesellschaft: Junge Choreographen- Hiraeth (Wubkje Kuindersma)
Corps de ballet-Rollen beim Stuttgarter Ballett - Bolero (Maurice Béjart)
- Der Widerspenstigen Zähmung (John Cranko)
- Die Kameliendame (John Neumeier)
- Don Quijote (Maximiliano Guerra)
- Gaîté Parisienne (Maurice Béjart)
- La Sylphide (Peter Schaufuss nach August Bournonville): u.a. Hexe
- Le Sacre du Printemps (Glen Tetley)
- Onegin (John Cranko)
- Romeo und Julia (John Cranko): Herzog von Verona, Pater Lorenzo
- Schwanensee (John Cranko)
- The Lady and the Fool (John Cranko)
EIGENE CHOREOGRAPHIEN
- Ohne Titel Uraufführung 2009 bei einem Workshop der Heinz-Bosl-Stiftung
- Mäuse Uraufführung bei Noverre-Gesellschaft: Junge Choreographen, am 9. Juni 2010, Stuttgarter Ballett
- Still Light Uraufführung bei der John Cranko Schule, am 26. Februar 2011, Kammertheater
- Jesus Home Uraufführung bei Noverre-Gesellschaft: Junge Choreographen, am 13. Juli 2011, Stuttgarter Ballett
- Judith Uraufführung im Rahmen der „Aktion Weihnachten“ am 11. Dezember 2011, Stuttgarter Ballett
- PollutionUraufführung bei der Veranstaltung „Musik und Ballett“ des Orchestervereins Stuttgart am 05. März 2012, Liederhalle Stuttgart
- Sit back Uraufführung im Rahmen des Finales beim Porsche Tennis Grand Prix 2012 am 29. April 2012, Schleyerhalle Stuttgart
- Christoph Uraufführung bei Noverre-Gesellschaft: Junge Choreographen, am 23. Mai 2012, Stuttgarter Ballett
- Dancer in the Dark Choreographie: Marco Goecke/Louis Stiens, Premiere der Koproduktion Schauspiel Stuttgart/ Stuttgarter Ballett im NORD am 28. November 2012, Stuttgarter Ballett