One of a Kind

Ballett von Jiří Kylián

One of a Kind

Ballett von Jiří Kylián
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

One of a Kind
Sa 27. Jul
Opernhaus
Weitere Spieltermine
One of a Kind
Choreographie
Jiří Kylián
Musik
Brett Dean, Carlo Gesualdo da Venosa, David Hykes, Frame-Cut-Frame, Benjamin Britten, Chiel Meijering, David Lumsdaine, John Cage
Uraufführung
6. Mai 1998, Nederlands Dans Theater
Licht (Neugestaltung)
Kees Tjebbes
Kostüme
Joke Visser
Stuttgarter Erstaufführung
22. Februar 2019
Bühnenbild
Atsushi Kitagawara
Licht (original)
Michael Simon
2 Stunden, 2 Pausen
* Rollendebüt
„One of a kind“, zu Deutsch „einzigartig“, gilt nicht nur für dieses abendfüllende Stück, sondern auch für den Choreographen selbst. 1968 wurde Jiří Kylián, von Prag über die Royal Ballet School in London kommend, von John Cranko als Tänzer des Stuttgarter Balletts engagiert. Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere, die nachhaltig den europäischen Tanz beeinflussen sollte und die bis heute Maßstäbe in der Tanzwelt setzt. Das 50-jährige Jubiläum seiner Ankunft in Stuttgart feiert das Stuttgarter Ballett mit der Stuttgarter Erstaufführung eines seiner Meisterwerke: One of a Kind.

Schon bald nach seiner Aufnahme in die Compagnie und obwohl noch Tänzer, wurde Kylián von John Cranko, der sein choreographisches Talent erkannt und gefördert hatte, beauftragt, Stücke für das Stuttgarter Ballett zu kreieren. Diese weckten das Interesse des Nederlands Dans Theaters in Den Haag, dessen Direktor Kylián 1977 wurde. Über 20 Jahre lang leitete er die niederländische Compagnie, schuf wegweisende zeitgenössische Stücke für sie und machte aus ihr eines der gefragtesten Ensembles der Welt.

One of a Kind ist eines der wenigen abendfüllenden Stücke in seinem Oeuvre. Es umfasst das ganze Spektrum des Kyliánschen Bewegungsvokabulars: von elegisch bis wild und animalisch, von schneller als menschenmöglich zu zeitlupenlangsam, von zerbrechlich und filigran zu spektakulär virtuos. Die 20 Tänzerinnen und Tänzer agieren gleichberechtigt und dennoch ist jede Begegnung der Geschlechter geprägt von Spannung und einer subtilen Erotik. Wie so oft in seinen Stücken, wird die menschliche Existenz mit Bildern von betörender Schönheit und einer tiefgehenden Emotionalität erforscht. Geheimnisvolle, poetische Bilder entstehen, die von humorvollen Momenten durchbrochen werden. So abwechslungsreich wie die Choreographie ist auch die Musik; hochästhetisch zudem das Bühnenbild des japanischen Architekten Atsushi Kitagawara.

Mit diesem Stück feiert das Stuttgarter Ballett einen seiner Helden und beschert seinem Publikum den ersten Neuzugang zum wundervollen Kylián-Repertoire seit über 20 Jahren.
C: Jiří Kylián
T: Ensemble
Foto Stuttgarter Ballett
C: Jiří Kylián
T: Miriam Kacerova
Foto Stuttgarter Ballett
C: Jiří Kylián
T: Miriam Kacerova
Foto Stuttgarter Ballett
C: Jiří Kylián
T: Miriam Kacerova, Jason Reilly
Foto Stuttgarter Ballett
C: Jiří Kylián
T: Miriam Kacerova, Jason Reilly
Foto Stuttgarter Ballett
C: Jiří Kylián
T: Miriam Kacerova
Foto Stuttgarter Ballett
C: Jiří Kylián
T: Agnes Su, Friedemann Vogel
Foto Stuttgarter Ballett
C: Jiří Kylián
T: Elisa Badenes, Daniele Silingardi
Foto Stuttgarter Ballett
C: Jiří Kylián
T: Vittoria Girelli, Elisa Badenes, Miriam Kacerova
Foto Stuttgarter Ballett
Choreographie
Jiří Kylián
Jiří Kylián gehört zu den einflussreichsten und angesehensten europäischen Choreographen des vergangenen und des gegenwärtigen Jahrhunderts. Mit seinen Choreographien und seiner hochmusikalischen Bewegungssprache hat er nachhaltig auf die Entwicklung des europäischen zeitgenössischen Tanzes eingewirkt. Seit Beginn der 70er Jahre hat er rund 100 Werke choreographiert und damit ein einzigartiges Repertoire geschaffen. 

Einen einheitlichen Bewegungsstil sucht man in der Gesamtschau von Kyliáns Œvre vergeblich. Schon sehr früh hat Kylián geäußert, ein Choreograph müsse eigentlich für jedes Stück einen neuen Stil entwickeln, und daran hält er nach wie vor fest. Dies hat insbesondere damit zu tun, dass Kylián das Bewegungsvokabular seiner Stücke immer in höchstem Maße aus der jeweiligen Musik heraus entwickelt. Diese musikalische Sensibilität ist eines der Hauptmerkmale seiner Choreographien.

Foto: Anton Corbijn

Weitere Stücke in dieser Spielzeit

Ballettabend

Atem-Beraubend

Choreographien von Itzik Galili, Johan Inger und Akram Khan