Proben zum Ballettabend Tribute to Tetley
„Ich wollte so viel wie möglich von Glen lernen. Bei ihm ging es stark um die innere Motivation, um das „Warum“ hinter jeder Bewegung. Dieses Verständnis wurde durch die Arbeit mit ihm deutlich vertieft. Es war ein kontinuierlicher Prozess des Entdeckens.“ Mit diesen Worten erinnert sich der ehemalige Intendant des Stuttgarter Balletts Reid Anderson, an die prägende Zusammenarbeit mit dem Choreografen Glen Tetley.
Dieser „Prozess des Entdeckens“ findet derzeit auch in den Ballettsälen statt, da sich die Tänzer*innen auf die Premiere des Ballettabends TRIBUTE TO TETLEY vorbereiten und an den letzten Schritten der Choreografien feilen. Glen Tetley hätte am 3. Februar 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass widmet das Stuttgarter Ballett ihm den Ballettabend TRIBUTE TO TETLEY – eine Hommage an einen Choreografen, der als Leiter der Compagnie die Tänzer*innen an neue Bewegungsqualitäten heranführte.
Ein kurzer Blick in die Geschichte des Stuttgarter Balletts zeigt, dass John Cranko kurz vor seinem Tod 1973, bereits den Grundstein für die Fortsetzung seiner Arbeit gelegt hatte und ein potentielles Ende des „Stuttgarter Ballettwunders“ verhinderte. Cranko hatte 1973 den amerikanischen Choreografen Glen Tetley eingeladen, ein Werk für die Compagnie zu kreieren. 1974 wurde dieser zum Ballettdirektor ernannt. Stilistisch dem modernen Tanz verpflichtet, hatte Tetley in seiner verhältnismäßig kurzen Amtszeit von 1974 - 1976 einen großen und wichtigen Einfluss auf die Geschichte des Stuttgarter Balletts, indem er mit Werken wie Voluntaries, Le Sacre du Printemps oder Daphnis and Chloe die Tänzer*innen an neue Bewegungsqualitäten heranführte.
Der Ballettabend TRIBUTE TO TETLEY vereint drei seiner Werke:
Voluntaries zu Francis Poulencs Orgelkonzert schuf Tetley 1973 und eröffnete der trauernden Compagnie nach dem Tod von John Cranko neue Horizonte. Das Stück ist von einer geheimnisvollen Atmosphäre und nachdenklicher Stimmung geprägt.
In Ricercare werden die Tänzer*innen zu einer atmenden Skulptur. Die Besonderheit: Eine helle Rampe im Hintergrund, die dem Paar mal Rückzug und Geborgenheit bietet, mal nur architektonischer Bogen im Hintergrund des Körperspiels bleibt.
Mit gestreckten Armen, stampfenden Füßen und geballten Fäusten huldigen die Tänzer*innen in Le Sacre du Printemps wie besessen der Erde. Der auserwählte Jüngling verkörpert den Frühling: „Ob geliebt oder bemitleidet, er wird getötet, um mit dem neuen Frühling wiedergeboren zu werden. Er ist die Inkarnation des Frühlings, vereint in seiner Hinrichtung die Hoffnung und das Versprechen auf ein neues Leben.“, so Glen Tetley, über die rituelle Figur des Auserwählten in Le Sacre du Printemps.
Alle Choreografien © Glen Tetley Legacy
Dieser „Prozess des Entdeckens“ findet derzeit auch in den Ballettsälen statt, da sich die Tänzer*innen auf die Premiere des Ballettabends TRIBUTE TO TETLEY vorbereiten und an den letzten Schritten der Choreografien feilen. Glen Tetley hätte am 3. Februar 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass widmet das Stuttgarter Ballett ihm den Ballettabend TRIBUTE TO TETLEY – eine Hommage an einen Choreografen, der als Leiter der Compagnie die Tänzer*innen an neue Bewegungsqualitäten heranführte.
Ein kurzer Blick in die Geschichte des Stuttgarter Balletts zeigt, dass John Cranko kurz vor seinem Tod 1973, bereits den Grundstein für die Fortsetzung seiner Arbeit gelegt hatte und ein potentielles Ende des „Stuttgarter Ballettwunders“ verhinderte. Cranko hatte 1973 den amerikanischen Choreografen Glen Tetley eingeladen, ein Werk für die Compagnie zu kreieren. 1974 wurde dieser zum Ballettdirektor ernannt. Stilistisch dem modernen Tanz verpflichtet, hatte Tetley in seiner verhältnismäßig kurzen Amtszeit von 1974 - 1976 einen großen und wichtigen Einfluss auf die Geschichte des Stuttgarter Balletts, indem er mit Werken wie Voluntaries, Le Sacre du Printemps oder Daphnis and Chloe die Tänzer*innen an neue Bewegungsqualitäten heranführte.
Der Ballettabend TRIBUTE TO TETLEY vereint drei seiner Werke:
Voluntaries zu Francis Poulencs Orgelkonzert schuf Tetley 1973 und eröffnete der trauernden Compagnie nach dem Tod von John Cranko neue Horizonte. Das Stück ist von einer geheimnisvollen Atmosphäre und nachdenklicher Stimmung geprägt.
In Ricercare werden die Tänzer*innen zu einer atmenden Skulptur. Die Besonderheit: Eine helle Rampe im Hintergrund, die dem Paar mal Rückzug und Geborgenheit bietet, mal nur architektonischer Bogen im Hintergrund des Körperspiels bleibt.
Mit gestreckten Armen, stampfenden Füßen und geballten Fäusten huldigen die Tänzer*innen in Le Sacre du Printemps wie besessen der Erde. Der auserwählte Jüngling verkörpert den Frühling: „Ob geliebt oder bemitleidet, er wird getötet, um mit dem neuen Frühling wiedergeboren zu werden. Er ist die Inkarnation des Frühlings, vereint in seiner Hinrichtung die Hoffnung und das Versprechen auf ein neues Leben.“, so Glen Tetley, über die rituelle Figur des Auserwählten in Le Sacre du Printemps.
Alle Choreografien © Glen Tetley Legacy

