Melinda Witham

Charakterdarstellerin

Melinda Witham

Charakterdarstellerin

Vita

Melinda Witham, gebürtige Nordamerikanerin, begann ihre Ausbildung bei George Balanchines School of American Ballet und kam 1973 auf Einladung John Crankos nach Stuttgart. Dort tanzte sie sowohl in modernen Stücken Glen Tetleys, in John Crankos Brouillards, Initialen R.B.M.E., Jeu de Cartes, Aus Holbergs Zeit und Opus I sowie in Jiří Kyliáns Vergessenes Land. Zudem war sie die Muse von William Forsythe und tanzte in seinen Uraufführungen Love Songs, Time Cycle, Wisper Moon, Der Traum des Galilei und Persephone in seinem Orpheus.

Nach der Geburt ihres ersten Kindes kam Melinda Witham 1985 auf die Bühne zurück und vervollständigte ihr Rollenrepertoire mit modernen Werken von Maurice Béjart und Hans van Manen. In Marcia Haydées Giselle tanzte Melinda Witham die Königin der Wilis, eine eigens für sie kreierte Rolle. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes im Jahr 1992 verlagerte sie ihr Engagement zunehmend auf die Einstudierung zeitgenössischer Ballette. Als Ballettmeisterin betreute sie viele Jahre lang das Repertoire, von den neoklassischen Stücken George Balanchines bis hin zu den frühen Kreationen Christian Spucks.

Inzwischen ist sie als Charakterdarstellerin auf die Bühne zurückgekehrt. Sie übernahm bisher zahlreiche Charakterrollen wie etwa die Gräfin Capulet in Romeo und Julia, Madame Larina in Onegin (beide: John Cranko), die Königin sowohl in Schwanensee (John Cranko) als auch in Dornröschen (Marcia Haydée), Bernarda in Las Hermanas (Kenneth MacMillan) oder Madge in La Sylphide (Peter Schaufuss).
T: Melinda Witham
Foto Leslie E. Spatt
Le Sacre du Printemps
C: Glen Tetley
T: Melinda Witham
Foto Leslie E. Spatt
Vergessenes Land
C:Jiří Kylián
T: Melinda Witham
Foto Leslie E. Spatt