Mayerling

Ballett von Kenneth MacMillan

Mayerling

Ballett von Kenneth MacMillan
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Premiere
Mayerling
Sa 18. Mai
Opernhaus
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Mayerling
Fr 24. Mai
Opernhaus
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Mayerling
Sa 25. Mai
Opernhaus
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Mayerling
Di 28. Mai
Opernhaus
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Mayerling
Sa 1. Jun
Opernhaus
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Mayerling
Sa 8. Jun
Opernhaus
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Mayerling
So 9. Jun / nm
Opernhaus
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Mayerling
So 9. Jun / abd
Opernhaus
https://www.stuttgarter-ballett.de/ Stuttgarter Ballett Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Mayerling
So 28. Jul
Opernhaus
Weitere Spieltermine
Choreographie
Kenneth MacMillan
Musik
Franz Liszt
Arrangiert und orchestriert
John Lanchberry
Libretto
Gillian Freeman
Bühnenbild und Kostüme
Jürgen Rose
Licht
Reinhard Traub
Uraufführung
4. Februar 1978, Royal Ballet
Musikalische Leitung
James Tuggle
Staatsorchester Stuttgart
Stuttgarter Erstaufführung
18. Mai 2019
Am 30. Januar 1889 erschießt Kronprinz Rudolf von Österreich-Ungarn auf dem Jagdschloss Mayerling zunächst seine 17-jährige Geliebte Baroness Mary Vetsera und anschließend per Kopfschuss sich selbst. „Wir gehen beide selig in das ungewisse Jenseits... da ich der Liebe nicht widerstehen konnte, so gehe ich mit ihm“, schrieb Mary unmittelbar vor ihrem, allen Anschein nach freiwilligen Tod. Rudolf – einziger männlicher Nachkomme der 600 Jahre alten Habsburger-Monarchie – war zu diesem Zeitpunkt 41 Jahre alt, gezeichnet von Syphilis, Alkohol und Drogen, von seiner Mutter Kaiserin Elisabeth (Sissi) entfremdet, von seinem Vater Kaiser Franz-Joseph verachtet, von ungarischen Separatisten in Intrigen hineingezogen, von allen Seiten bespitzelt und bewacht und obendrein in einer arrangierten, lieblosen Ehe gefangen.

Den Geschehnissen kurz vor Rudolfs Tod, seinem Abstieg in Verzweiflung und Wahn spürte Kenneth MacMillan in seinem 1978 entstandenen abendfüllenden Handlungsballett Mayerling nach. MacMillan, Meisterchoreograph des psychologischen Dramas und der menschlichen Abgründe, hatte in Rudolf seinen perfekten Protagonisten gefunden. Er wollte die historischen, politischen und persönlichen Kräfte, die zu Rudolfs Untergang führten, untersuchen und auf die Bühne bringen. Mayerling ist eines seiner stärksten Ballette, mit vielen komplexen Rollen, allen voran für den Hauptdarsteller. Die Rolle wird als der „Mount Everest“ der männlichen Hauptrollen im Ballett bezeichnet, nicht nur wegen ihrer emotionalen Intensität, sondern auch weil sie fünf kräftezehrende Pas de deux mit sich bringt: mit seiner Mutter, der Kaiserin; mit seiner ehemaligen Mätresse Gräfin Larisch, die inzwischen für Rudolf als Mutterersatz und Kupplerin fungiert; mit seiner nichtsahnenden Ehefrau und natürlich mit Mary Vetsera, deren erotischer Ausstrahlung sowie obsessiver Verehrung Rudolf nicht widerstehen kann. Als sie sich bereit erklärt, ihm in den Tod zu folgen, besiegelt sie nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch das eines ganzen Kaiserreichs.

Ballettintendant Tamas Detrich hat für die Stuttgarter Erstaufführung von MacMillans Mayerling Theaterlegende Jürgen Rose gewinnen können. Rose, der für John Crankos Romeo und Julia, Onegin und Schwanensee sowie John Neumeiers Die Kameliendame und Marcia Haydées Dornröschen sowohl Bühnenbild mal auch Kostüme entworfen hat, widmet sich nun Mayerling, das sicherlich eines der größten, opulentesten Ballette wird, die das Stuttgarter Ballett je herausgebracht hat. Von der pompösen kaiserlichen und königlichen Hofburg über Sissis Gemächer und Rudolfs Schlafzimmer bis hin zu einem verruchten Wirtshaus und dem entlegenen Jagdschloss Mayerling samt einer Vielzahl von Hauptrollen sowie eines großen Corps de ballets: mit Mayerling wird sich Roses Genie in Gänze entfalten können.
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Die Handlung

Prolog
Der Friedhof in Heiligenkreuz in der Morgendämmerung
I. Akt
1. Szene
Der Ballsaal in der Wiener Hofburg
Während des Balls, mit dem seine Heirat mit Prinzessin Stephanie von Belgien gefeiert wird, beleidigt Kronprinz Rudolf sowohl seine Eltern als auch die Braut, als er mit Prinzessin Louise flirtet. Allein gelassen, trifft sich Rudolf mit Gräfin Larisch und Baronin Vetsera, die ihre Tochter Mary vorstellt. Sie werden gestört durch vier ungarische Offiziere, die die Separationsbestrebungen ihres Landes unterstützen. Gräfin Larisch kehrt zurück und versucht, ihr einstiges Verhältnis mit Rudolf wieder aufleben zu lassen. Der Kaiser entdeckt die beiden, erzürnt befiehlt er Rudolf, zu Stephanie zu gehen.

2. Szene
Die Gemächer der Kaiserin in der Hofburg
Kaiserin Elisabeth hat sich vom Ball zurückgezogen, sie ist in Gesellschaft ihrer Hofdamen. Rudolf sucht sie auf, bevor er zu seiner Frau geht. Er ist unglücklich über die ihm aufgezwungene Heirat und bemüht sich um Verständnis bei seiner Mutter.

3. Szene
Rudolfs Gemächer in der Hofburg
Stephanie erwartet Rudolf für die Hochzeitsnacht. Er erschreckt sie mit einem Revolver, bevor er sich mit ihr vereinigt.
II. Akt
1. Szene
Ein verrufenes Wirtshaus
In Verkleidung und in Begleitung von Bratfisch kommen Stephanie und Rudolf in ein Wirtshaus. Bratfisch versucht die unglückliche Stephanie aufzuheitern. Die Dirnen widmen sich den Gästen. Angewidert entflieht Stephanie, während sich Rudolf in Gesellschaft von Mizzi Caspar, seiner Geliebten, und der ungarischen Offiziere vergnügt. Während einer Polizeirazzia verstecken sich Rudolf, Mizzi und die ungarischen Offiziere. Die Polizei nimmt einige Personen fest. In einem Anfall von Verzweiflung wegen der ständigen Überwachung schlägt Rudolf Mizzi vor, gemeinsam Selbstmord zu begehen. Als Graf Taaffe erscheint, um Rudolf zu sprechen, verbirgt sich dieser erneut. Mizzi jedoch enthüllt dem Grafen Rudolfs Anwesenheit. Sie verlässt mit dem Grafen das Wirtshaus.

2. Szene
Vor dem Wirtshaus
Als sich  Rudolf von seinen Freunden trennt, gelingt es Gräfin Larisch, die ihn gleich erkennt, ihm ihren Schützling Mary Vetsera zuzuführen.

3. Szene
Das Haus der Familie Vetsera
Gräfin Larisch besucht ihre Freundin Baronin Vetsera und entdeckt Mary, wie sie ein Porträt von Rudolf betrachtet. Sie legt ihr die Karten mit der Prophezeihung, dass ihre Träume erfüllt würden. Mary gibt ihr einen Brief an Rudolf.

4. Szene
In der Hofburg
Während der Geburtstagsfeier für Franz Joseph konfrontiert Graf Taaffe Rudolf mit einem politischen Pamphlet. Gleichzeitig bietet „Bay“ Middelton dem Ministerpräsidenten eine Scherzzigarre an, was Rudolf sehr amüsiert. Elisabeth überreicht dem Kaiser ein Porträt seiner „Freundin“ Katharina Schratt. Ein Feuerwerk lenkt alle ab, außer Elisabeth und „Bay“. Ihre Zärtlichkeiten werden von Rudolf beobachtet, der bitter reagiert. Als das Feuerwerk wieder beginnt, stichelt Larisch bei Rudolf wegen Marys Brief.

5. Szene
Rudolfs Gemächer in der Hofburg
Mary und Rudolf haben ihr erstes gemeinsames Treffen.
III. Akt
1. Szene
Auf dem Lande: eine königliche Jagd
Ein harmonisch verlaufener Tag geht jäh zu Ende, als Rudolf grundlos wild um sich schießt, ein Mitglied des Hofes tötet und den Kaiser knapp verfehlt.

2. Szene
Rudolfs Gemächer in der Hofburg
Die Kaiserin entdeckt Gräfin Larisch mit Rudolf und weist sie hinaus, ohne zu ahnen, dass Mary vor der Tür wartet. Mary kommt zu Rudolf, der sie bittet, mit ihm zu sterben.

3. Szene
Das Jagdschloss in Mayerling
Rudolf, in Gesellschaft von Graf Hoyos und Prinz Philipp, deutet an, dass er sich nicht wohlfühle. Die Freunde verabschieden sich. Bratfisch kommt mit Mary, und Rudolf ordnet an, sie zu unterhalten. Als Bratfisch sieht, dass er ihre Aufmerksamkeit verloren hat, zieht er sich zurück. Mit zunehmender Leidenschaft lieben sie einander. Nachdem Rudolf sich mit einer Morphiumspritze beruhigt hat, umarmt er Mary noch einmal und erschießt sie dann. Loschek, Hoyos und Philipp, von dem Schuss aufgeschreckt, werden von Rudolf beruhigt. Als er allein ist, erschießt er sich. 
Epilog
Der Friedhof in Heiligenkreuz in der Morgendämmerung