Ballettabend

Remember Me

Cranko / MacMillan
Ballettabend

Remember Me

Cranko / MacMillan
Musikalische Leitung
Mikhail Agrest / Wolfgang Heinz; Staatsorchester Stuttgart
Initialen R.B.M.E.
Choreographie
John Cranko
Musik
Johannes Brahms
Bühnenbild und Kostüme
Jürgen Rose
Uraufführung
19. Januar 1972, Stuttgarter Ballett
Requiem
Chor
figure humaine kammerchor
Choreographie
Kenneth MacMillan
Musik
Gabriel Fauré
Bühnenbild und Kostüme
Yolanda Sonnabend
Licht
Mark Pritchard
Uraufführung
28. November 1976, Stuttgarter Ballett
* Rollendebüt / *** Stuttgarter Debüt
Der Name dieses Ballettabends ist Programm: Mit REMEMBER ME gedenkt das Stuttgarter Ballett seines Gründervaters John Cranko, dessen Todestag sich 2023 zum 50. Mal jährt.

Initialien R.B.M.E. ist eines der persönlichsten Stücke, das Cranko für das Stuttgarter Ballett kreierte; eine Choreographie, in der sich die Essenz seines künstlerischen Schaffens besonders deutlich verdichtet. Es ist eine Verneigung Crankos vor den TänzerInnen Richard Cragun, Birgit Keil, Marcia Haydée und Egon Madsen, mit denen ihn eine enge Freundschaft verband. Bewusst ordnete er die verschiedenen Tempi der vier Sätze aus Johannes Brahms‘ gewaltigem Zweiten Klavierkonzert ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten zu: Im ersten Satz Cragun, ein strahlender Draufgänger, der endlose Dreh- und Sprungkombinationen beherrschte; im zweiten Keil, deren wunderschöne Linie hier besonders zur Geltung kam; im Andante Haydée als beseelte Lyrikerin und im vierten Satz, dem Petit Allegro, Madsen voller Schalk und Virtuosität. Umrahmt von einem großen Corps de ballet und weiteren SolistInnen formten sie ein überwältigendes Viergestirn. Heute schlüpft eine neue Generation in die Rollen der Idole.

Drei Jahre nach John Crankos frühem und unerwartetem Tod schuf Kenneth MacMillan sein Requiem zu Gabriel Faurés Totenmesse in Erinnerung an seinen Freund und Kollegen. Requiem zeigt den trauernden Abschied, aber auch, wie das Stuttgarter Ballett durch den Zusammenhalt Trost und Kraft schöpft, um das erfahrene Leid zu verarbeiten und zu überwinden. Yolanda Sonnabends lichtdurchflutetes Bühnenbild beschränkt sich auf eine blaue Säule, die einsam in die Leere des Bühnenhimmels ragt; Faurés elegische und dramatische Musik trägt das Ensemble.

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