Maurice Béjart schuf große Revuen und Bühnenspektakel, beherrschte aber ebenso die leise, reduzierte Form. Sein vielseitiges Oeuvre reicht von provokanten Arbeiten bis hin zu mystisch inspirierten Balletten, die aufwühlen oder zum Schwärmen einladen. 2027 wäre der Choreograf 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass würdigt das Stuttgarter Ballett Béjart, dessen künstlerischer Weg sich immer wieder mit dem der Compagnie kreuzte.
Mit Gaîté Parisienne feierte Béjart seine Liebe zum Tanz und zu Paris. Im Zentrum der farbenfrohen Revue steht ein junger Ballettschüler. Statt zu trainieren flüchtet er sich in Traumwelten – bis er auf fantasievollen Umwegen zu seiner Bestimmung findet. Zur Musik von Jacques Offenbach verhandelt Béjart Fragen nach der Rolle der Kunst, dem Platz des Menschen in der Gesellschaft und dem Außenseiterdasein von Künstler*innen.
Lieder eines fahrenden Gesellen berührt auf subtilere Weise. Zu Gustav Mahlers kraftvoller Musik begibt sich ein Geselle auf Wanderschaft und auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Verfolgt und geführt wird er von seinem Alter Ego. Der Wanderer bäumt sich auf, ballt Fäuste und bricht zusammen; in seinem Gegenüber findet er Halt und Widerstand zugleich. Der intensive, technisch anspruchsvolle Pas de deux für zwei Männer erzählt von inneren Kämpfen, von der Liebe und vom Tod.
Allein auf einem runden Tisch, das Becken kreisend zur stetig anschwellenden Musik: In Bolero tanzt sich die Hauptfigur in Ekstase. Umgeben von einem starken Ensemble verkörpert die Hauptperson den pulsierenden Rhythmus, bis Bewegung und Musik im Crescendo verschmelzen. Béjarts Bolero ist getanzte Verführung und damit in die Ballett-Annalen eingegangen. Kaum eine andere Interpretation von Maurice Ravels berühmter Musik zieht so in den Bann.
Mit Gaîté Parisienne feierte Béjart seine Liebe zum Tanz und zu Paris. Im Zentrum der farbenfrohen Revue steht ein junger Ballettschüler. Statt zu trainieren flüchtet er sich in Traumwelten – bis er auf fantasievollen Umwegen zu seiner Bestimmung findet. Zur Musik von Jacques Offenbach verhandelt Béjart Fragen nach der Rolle der Kunst, dem Platz des Menschen in der Gesellschaft und dem Außenseiterdasein von Künstler*innen.
Lieder eines fahrenden Gesellen berührt auf subtilere Weise. Zu Gustav Mahlers kraftvoller Musik begibt sich ein Geselle auf Wanderschaft und auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Verfolgt und geführt wird er von seinem Alter Ego. Der Wanderer bäumt sich auf, ballt Fäuste und bricht zusammen; in seinem Gegenüber findet er Halt und Widerstand zugleich. Der intensive, technisch anspruchsvolle Pas de deux für zwei Männer erzählt von inneren Kämpfen, von der Liebe und vom Tod.
Allein auf einem runden Tisch, das Becken kreisend zur stetig anschwellenden Musik: In Bolero tanzt sich die Hauptfigur in Ekstase. Umgeben von einem starken Ensemble verkörpert die Hauptperson den pulsierenden Rhythmus, bis Bewegung und Musik im Crescendo verschmelzen. Béjarts Bolero ist getanzte Verführung und damit in die Ballett-Annalen eingegangen. Kaum eine andere Interpretation von Maurice Ravels berühmter Musik zieht so in den Bann.

