2027 wäre John Cranko 100 Jahre alt geworden. Berühmt wurde er für seine bewegenden Handlungsballette, doch auch seine weniger bekannten kurzen Werke lösen große Emotionen auf der Bühne und beim Publikum aus. Zum Auftakt dieses Jubiläums bringt das Stuttgarter Ballett einige dieser selten getanzten Stücke zurück auf die Bühne – aus tiefer Liebe zu unserem Choreografen, der die Compagnie gegründet und fundamental geprägt hat.
Initialen R.B.M.E. war Crankos Verbeugung vor seinen Tänzer*innen und ist zugleich sein Vermächtnis. Die vier Sätze von Johannes Brahms’ Klavierkonzert sind den Persönlichkeiten der Urbesetzung gewidmet: Richard Cragun, Birgit Keil, Marcia Haydée und Egon Madsen. Cranko porträtiert sie als starke Individuen, die von gegenseitiger Freundschaft getragen werden. Sich selbst nennt er nicht – und doch ist seine Präsenz spürbar, als flüstere er: „Remember me!“
Legende war John Crankos Hommage an Galina Ulanova, die erste russische Julia. Den siebenminütigen Pas de deux tanzten ursprünglich Marcia Haydée und Richard Cragun und machten Crankos Faszination für den bahnbrechenden Partnertanz der russischen Schule sichtbar.
Inspiriert von Anton von Weberns dramatischer Passacaglia greift Opus 1 die Stimmungen der Musik auf. Poetisch stellt das Ballett die Einsamkeit und Hilflosigkeit des Menschen im ewigen Kreislauf von Leben und Tod dar.
Poème de l’extase erzählt von Liebe, Erfüllung und Vergänglichkeit: Eine alternde Diva weist einen Verehrer ab, da sie ihr Leben bereits in Fülle gelebt hat. Wie in einem Gemälde von Gustav Klimt begegnen sich Diva und ihr Anbeter. Gold, Farben und Texturen beschwören den Jugendstil der Belle Époque Ende des 19. Jahrhunderts herauf – eine Zeit, vergangen wie die ehemaligen Liebhaber, die in Crankos Ballett die Erinnerung der Frau beleben.
Initialen R.B.M.E. war Crankos Verbeugung vor seinen Tänzer*innen und ist zugleich sein Vermächtnis. Die vier Sätze von Johannes Brahms’ Klavierkonzert sind den Persönlichkeiten der Urbesetzung gewidmet: Richard Cragun, Birgit Keil, Marcia Haydée und Egon Madsen. Cranko porträtiert sie als starke Individuen, die von gegenseitiger Freundschaft getragen werden. Sich selbst nennt er nicht – und doch ist seine Präsenz spürbar, als flüstere er: „Remember me!“
Legende war John Crankos Hommage an Galina Ulanova, die erste russische Julia. Den siebenminütigen Pas de deux tanzten ursprünglich Marcia Haydée und Richard Cragun und machten Crankos Faszination für den bahnbrechenden Partnertanz der russischen Schule sichtbar.
Inspiriert von Anton von Weberns dramatischer Passacaglia greift Opus 1 die Stimmungen der Musik auf. Poetisch stellt das Ballett die Einsamkeit und Hilflosigkeit des Menschen im ewigen Kreislauf von Leben und Tod dar.
Poème de l’extase erzählt von Liebe, Erfüllung und Vergänglichkeit: Eine alternde Diva weist einen Verehrer ab, da sie ihr Leben bereits in Fülle gelebt hat. Wie in einem Gemälde von Gustav Klimt begegnen sich Diva und ihr Anbeter. Gold, Farben und Texturen beschwören den Jugendstil der Belle Époque Ende des 19. Jahrhunderts herauf – eine Zeit, vergangen wie die ehemaligen Liebhaber, die in Crankos Ballett die Erinnerung der Frau beleben.

